Scars of Mirrodin GP Bochum Trial

27. Oktober 2010

Am Samstag war GP Trial für Bochum im Anderen Spieleladen in Berlin. Zuerst lief alles bombig. Ich machte nur Mist auf und bekam dann folgenden Super-Mario Spoilerhaufen:

Weiß:

Blau:

Schwarz:

Rot:

Grün:

Artefakte:

Richtig, 6 rares und zwei Mythics. Ein Steel Hellkite und Kemba waren in Foil. Damit sollte es sich doch bei einem fünf Runden Trial Top 8 gehen lassen, oder? Nein! Und fragt mich nicht warum, ich weiss es immer noch nicht. Offensichtliche Spielfehler habe ich nur einmal gegen das Poison Deck Runde drei beim Stand von 0-1-1 gemacht, wo ich einen Infecter durchgelassen habe, anstatt ihn zu blocken und das Untamed Might abbekommen habe. Allerdings wäre die Situation dann immer noch so gewesen, dass wir beide keine Kreaturen auf dem Tisch gehabt hätten. Jede weitere Kreatur bei ihm und Land bei mir wären trotzdem in ein Loss für mich gemündet. Naja, so kann man mit dem besten Pool verlieren. Gebaut habe ich jedenfalls folgendes Deck daraus:

Deck: GP Bochum Sealed Trial
1x Kemba, Kha Regent
2x Kemba’s Skyguard
1x Salvage Scout
1x Sunblast Angel
1x Sunspear Shikari
2x Grasp of Darkness
1x Necrogen Scudder
1x Embersmith
1x Oxidda Scrapmelter
1x Bladed Pinions
1x Grafted Exoskeleton
1x Heavy Arbalest
1x Iron Myr
1x Leaden Myr
1x Mindslaver
1x Molten Tail Masticore
1x Palladium Myr
1x Silver Myr
2x Steel Hellkite
1x Sylvok Lifestaff
3x Mountain
8x Plains
6x Swamp

Einige Fehler beim Deckbau sind mir woh unterlaufen, so ist es zum Beispiel nicht notwendig die drei schwarzen Karten zu spielen. Man hat auch in rot noch genügend Qualität, ohne die Manabasis zu verunstalten. Die drei schwarzen Karten raus, dafür Turn to Slag, welches einfach ein super Removal ist und oft 2-1 tauscht (vor allem mit so hässlichen gegnerischen Steel Hellkites). Auf jeden Fall ins Deck gehören auch ein Culling Dais zur Spoilersuche und das Myr Reservoir, am besten noch mit dem Ichorclaw Myr zusammen, um mit dem Culling Dais eine Kombo zu haben und einen frühen Blocker. So hat man zwar ein Removal weniger, aber zwei Kombos mehr und mehr Outs auf die guten Karten. Tja, da war ich wohl zu vorschnell beim Bauen, da ich mich schon in der Top8 gesehen habe.
Es kann aber auch genau andersherum laufen. Beim GP Athen hatte ich einfach nur Schrott Karten bekommen, nicht einmal überprüft, ob alles richtig registriert ist und dann einfach immer gewonnen. Beim alles entscheidenden Match um Day2 kam es, wie es kommen musste: Deckcheck….Der dauerte ziemlich lange und mein Gegner hat mir schon mal verraten, dass er einen sehr guten Pool bekommen hatte, der mich einfach zerstören würde. Der Judge kam zurück und fragte: „Who is Christian?“ Das war dann wohl ich….“Why have you registered one card less?“ Ich hatte keine Ahnung, da ich das ja nicht überprüft hatte. Time Spiral war aber die erste Edition in der Foil Basic Lands eine Common ersetzt hatten und vorher durfte man die Foil Länder immer behalten. Da hatte der Registrator wohl ein Basic Land abgestaubt. Und ich bekam ein Warning. Dann ging der Judge zu meinem Gegner und meinte so: „And you get a game loss because your deck has only 39 cards.“ Das war glücklich und nachdem mir mein Gegner gezeigt hatte, was sein deck so alles kann, hat Game 3 mein Scarwoord Treefolk nach Hause getragen. Also immer schön kämpfen und niemals aufgeben. Vor allem ist Scars of Mirrodin sehr skill intensiv. Es gibt eine Unmenge an Kombos und Interaktionen. Gute Spieler können mit dieser Edition sehr viel anfangen und aus fast jedem Sealed Pool lässt sich nach einigem Überlegen noch ein besseres Deck konstruieren. So viel von mir und man sieht sich in Bochum! Viel Glück allen!

P.S.: Schreibt in den Kommentaren doch mal, wie ihr das Deck gebaut hättet und warum.

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Road to Nationals: NQ Berlin am 16.05.09

19. Mai 2009

Nachdem ich nun aus Zeitgründen (14-16 stündige Arbeitstage) lange keinen Beitrag mehr verfassen konnte, gibt es dafür heute quasi brühwarm den National Qualifier Bericht aus Berlin (obv nur vom Samstag). Lange Rede, kurzer Sinn: Ich bin mit meinem gegen Aggro getuneten Lieblingsdeck Cruel Control angetreten, was ich schon seit einem dreiviertel Jahr auch ausgiebig auf Magic Online teste, und habe mit 6-1-1 Matches, bzw. 12-3 in Spielen, den vierten Platz von 99 belegt und mich somit für die Deutsche Meisterschaft qualifiziert und noch 10 Booster abgreifen. Das Mindestziel für diese Saison ist also erreicht. Jetzt fehlt nur noch ein GP Top 16 oder ein PTQ Gewinn (ja, der zweite Platz auf einem PTQ ist der erste Verlierer. Das bringt einem nichts, auch zweimal hintereinander nicht….).

Wobei mich dieses Abschneiden schon ein wenig überrascht hat. Meine Metagame Einschätzung war nämlich absolut richtig. Ich habe 7 mal gegen Aggro gespielt und nur einmal gegen Schwäne Kombo. Und gegen Aggro kann dieses Deck eigentlich nur verlieren, wenn es extrem sch…. zieht. Das ist wirklich so! Ihr könnt es gerne testen, wenn Ihr mir nicht glaubt. Dafür hat man größte Probleme gegen Feen. Wenn Ihr also nächstes Wochenende in Barcelona gegen mich spielt, dann sagt mir einfach zu Beginn des Matches, dass Ihr Feen spielt und ich werde Angst bekommen. Und das mit einem Sideboard welches eher schnell zusammengeschmissen als ausgetecht war (zumindest der Teil des Sideboards, der gegen Kontrolle ausgelegt war. Hab ich ja auch zum Glück nur einmal gebraucht). Das Maindeck hingegen ist fast optimal und ich würde nur noch einen Maelstrom Pulse mehr spielen, wenn ich ihn denn bis dahin getauscht kriege. Nun aber genug geredet, hier das Deck:

Deck: Cruel Control 2.1 Sideboard
3x Mulldrifter
3x Broken Ambitions
4x Cryptic Command
2x Cruel Ultimatum
2x Firespout
2x Volcanic Fallout
1x Pyroclasm
2x Maelstrom Archangel
1x Broodmate Dragon
2x Ajani Vengeant
1x Maelstrom Pulse
2x Wall of Reverence
4x Rhox War Monk
2x Path to Exile
3x Esper Charm
4x Reflecting Pool
2x Cascade Bluffs
2x Sunken Ruins
3x Mystic Gate
1x Flooded Grove
4x Vivid Creek
2x Vivid Crag
2x Vivid Meadow
2x Vivid Marsh
2x Exotic Orchard
2x Island
4x Guttural Response
3x Glen Elendra Archmage
3x Wydwen, the Biting Gale
2x Kitchen Finks
2x Wrath of God
1x Firespout

Zu den Änderungen, die ich nach diesem Turnier machen würde, komme ich nachher noch. Hier nur eine kurze Erklärung der Card Choices, insofern sie von den gängigen Listen abweichen:

Rhox War Monk: Überlebt alle Maindeck Removal und gibt Leben. Daher ist er wieder im Deck und keine Kitchen Finks. Oft das erste Removal Ziel des Gegners. Und auch gut gegen alle Mass Removal des gegnerischen Control Spielers, wie gegen den Schwäne Spieler sehr
aufgefallen ist.

Ajani Vengeant: Gibt Leben (sehr wichtig!) und stellt auch einzelne Manlands ab. Oder mal einen gegnerischen Plainswalker. Oder nimmt dem Gegner ein Land. Sehr gute Karte.

Path to Exile: Die Länder des Aggro Gegners sind mir sowas von egal. Und der Path to Exile removed eben auch Demigod of Revenge, mögliche Reveillark Ziele oder Persist Viecher für ein Mana. Daher das Removal der Wahl.

Maelstrom Archangel: Warum den noch niemand gespielt hat, weiß ich nicht. Der Mann ist der BESTE! Er hat 4 Cruel Ultimatum und einen Broodmate Dragon umsonst gespielt im Verlauf des Turniers. Man räumt mit seinem Removal oder Cryptic Command alle Blocker aus dem Weg und zwirbelt sein Cruel Ultimatum hinterher. Unendlich gut der Mann. Zwei sind allerdings wegen seiner Manaanforderungen genau die richtige Anzahl. Wenn man fünf Mana tappt, denkt der Gegner meist ‚aha, Mulldrifter‚ und ist dann geschockt, dass er sein Removal auf den Rhox War Monk verschwendet hat.

+=

Soviel zu dem ungewöhnlichem Maindeck, was aber gegen Aggro Decks alles macht. Gegen Kontrolle kann man auch gewinnen und boardet insgesamt 10 Karten. Also auch wieder alles gut. Wobei das Sideboard wie gesagt nicht ganz optimal ist. Die Wydwen, the Biting Gale würde ich zum Beispiel nicht mehr spielen, da sie gegen Plumeveil alt aussieht. Selbiges wird nicht gespielt, da es nicht angreifen kann und keine Leben gibt. Das sind die beiden Meilensteine, an denen sich jede gespielte Karte messen lassen muss.

So, nun aber zu den Spielen:

Runde 1 gegen Peter Schonherr mit 1756 Constructed Rating:

Er spielt WB Tokens. Im ersten Spiel bin ich noch nicht ganz wach und mache einige Fehler, an die ich mich aber nicht mehr genau erinnern kann. Ich spiele einfach unsauber und das wird mit diesem Deck sofort bestraft. Der Mulligan, den ich nehmen musste und der verlorene Würfelwurf trugen ihr Übriges dazu bei. Gesideboarded wird folgendermaßen: -3x Mulldrifter (zu klobig), -2x Path to Exile (auf was? Einen 1/1 Token? Großartig!), +2x Wrath of God, +2x Kitchen Finks, +1x Firespout. Diese fünf Karten werden in jedem Aggro Matchup hinein geboardet. Daher werde ich die plus Seite bei den kommenden Runden nicht mehr erwähnen. Welche Karten raus kommen, sage ich aber noch an. Das zweite Spiel also. Ich habe Rhox War Monk, Wall of Reverence und Counter. Mehr ist nicht passiert. Das dritte hingegen war sehr spannend. Er macht mit Ajani Goldmane und Glorious Anthem Unterstützung ganz viele dicke Tokens. Ich habe auf 7 Leben noch zwei Cryptic Command auf der Hand und sonst keine wirkliche Lösung parat. Ich ziehe aber direkt den Wrath of God von oben, ohne auch nur ein Cryptic Command spielen zu müssen. Danach spiele ich den Maelstrom Archangel, der sein erstes Cruel Ultimatum am Tag zwirbelt.

Matches: 1-0 / Games: 2-1

Runde 2 gegen Alexander Mättig mit 1833 Constructed Rating:

Er spielt Boat Brew. Er fängt wieder an und beginnt mit einem Doppel Mulligan. Das Spiel war dann auch nicht so schwer und ich gewinne auf 18 Leben. Nachdem der Maelstrom Archangel sein zweites Cruel Ultimatum zwirbelt. Raus gehen -3x Esper Charm, -2x Mulldrifter. Im zweiten Spiel nehme ich dafür den Doppel Mulligan, kann dann aber dritte Runde Kitchen Finks und vierte Rhox War Monk legen und auf 20 Leben relativ locker gewinnen. Hat mich auch erstaunt, das dieses Match nicht so wirklich schwer war, mit zwei Karten bei mir weniger.

Matches: 2-0 / Games: 4-1

Runde drei gegen Adrian Rosada mit 1800 Constructed Rating:

Er spielt WB Tokens. Verdammt, eigentlich wollte ich doch Kumpels umgehen. Nun das hat nicht geklappt. Wenigstens darf ich anfangen. In Spiel eins schafft er es, mich auf 10 Leben zu bringen. Dann bekomme ich die Situation unter Kontrolle und beende das Spiel auf 24 Leben. Maelstrom Archangel zwirbelt erst sein drittes Cruel Ultimatum und dann einen Broodmate Dragon. Geboardet wird wie Runde eins. Im zweiten Spiel hab ich doppel Wall of Reverence und Rhox War Monk. Er hat jedoch Ajani Goldmane und doppel Bitterblossom. Irgendwann wird die Token Armee zu groß und ich muss Wrathen. Danach brauche ich nur einen Volcanic Fallout spielen, der Ajani Goldmane und vier Token abräumt. Die Bitterblossom töten ihn danach.

Matches:3-0 / Games: 6-1

Runde vier gegen Sascha Schwartz mit 1800 Constructed Rating:

Er spielt Schwäne Kombo. Damit hätte ich nicht gerechnet. Ein Kontroll Deck mit Schwänen und ohne Ultimaten. Sein Problem ist nur, das sein Removal nicht auf meine Rhox War Monk ausgerichtet ist. Mit vier Toughness hat er so seine Probleme und er muss sie mit jeweils zwei Karten töten. Außerdem ist er auf 6 Mana screwed und muss einen Mulligan nehmen was im Kontrollmatchup extrem tödlich ist. Und ich gewinne den Würfelwurf. Geboardet habe ich: -3x Esper Charm, -2x Wall of Reverence, -2x Volcanic Fallout, -1x Pyroclasm, -2x Firespout, +4x Guttural Response, +3x Glen Elendra Archmage, +3x Wydwen, the Biting Gale. In Wahrheit sollte man die Esper Charm jedoch drinlassen und stattdessen eher so was wie Ajani Vengeant raus nehmen. Das zweite verläuft dann auch ähnlich wie das erste, nur das er nur fünf Mana hat und ich noch einen Glen Elendra Archmage. Ab und an bounce ich ihm noch die Swans of Bryn Argoll und beraube ihn so seiner Aktionmöglichkeiten. Vendilion Clique setzt mir ein bißchen zu, wird dann aber gehandled und beendet die Gegenwehr.

Matches: 4-0 / Games: 8-1

Runde fünf gegen Stephan Ihrke mit xyz (nicht gefunden) Constructed Rating:

Er spielt GB Rock. Das erste Spiel ist schnell erzählt. Er fängt an und ich halte eine Hand mir drei Filter Ländern. Ich ziehe zu spät ein Vivid Land nach und das Spiel endet einige Züge später mit vier Ländern auf meiner Seite. Geboardet werden -3x Esper Charm, -1x Pyroclasm, +2x Wrath of God, +2x Kitchen Finks. Das zweite Spiel wird durch einen Mind Shatter mit Guttural Response Back Up entschieden. Tja, passiert. Ein eigentliches gutes Match Up direkt verloren.

Matches: 4-1 / Games: 8-3

Runde sechs gegen Martin Müller mit 1811 Constructed Rating:

Er spielt MonoR. Nach verlorenem Würfelwurf bekomme ich erst mal eine Figure of Destiny vor die Nase gesetzt. Die macht auch schnell Druck und mit noch ein paar Ghitu Encampment und Kleinzeugs gehe ich auf 7 bevor ich seine Viecher abtragen kann. Ich sehe in der Broken Ambitions noch das Demonfire und spiele Cruel Ultimatum. Er greift wieder mit zwei Ghitu Encampment an und ich spiele einfach das nächste Cruel Ultimatum um das Demonfire loszuwerden. Ich bin auf 13 Leben. Er zieht und legt knallhart den Demigod of Revenge hin der mit seinem Bruder sogleich vorbei kommt und mich auf drei haut. Ich kann die Wall of Reverence legen und mit einem Cryptic Command erst mal eine Runde Luft holen. Dann lege ich Rhox War Monk und spiele Maelstrom Pulse um bei ihm aufzuräumen. Er zieht keinen vierten Demigod of Revenge (einer war schon mit Path to Exile entfernt worden) und verliert wenig später gegen meine Counterspells. Geboardet wird wie in Runde zwei. Im zweiten Spiel schaffe ich es wesentlich schneller die Kontrolle zu übernehmen. Ich beende das eher unspektakuläre Spiel auf 43 Leben.

Matches: 5-1 / Games: 10-3

Runde sieben gegen Alexander ??? (wenn ich doch nur meine eigene
Schrift lesen könnte…aber damit hatte der Judge beim Deck Check diese Runde ja auch so seine Probleme, hat aber anscheinend alles dechiffrieren können :-)) mit xyz Constructed Rating:

Er spielt MonoR Goblins. Hmm, auch damit hatte ich eher nicht gerechnet. Goblins so weit oben. Aber er sagte auch, dass er noch nicht so lange spielt und eigentlich eher zum Spaß hier ist…ach ja und seinen Zug in einer Stunde erwischen muss. Die Spiele gingen auch recht schnell, waren jedoch sehr unterhaltsam. Seine Lebenspunkte in Spiel 1: 20-15-5-0 Wie könnte das wohl geschehen sein? Richtig, der Maelstrom Archangel zwirbelt sein viertes Cruel Ultimatum mit dem Kommentar: „Was, das ist auch noch umsonst?“ Geboardet wird wieder wie in Runde zwei. Im zweiten Spiel muss ich einiges an Goblin Outlander und Vexing Shusher Beatings einstecken, bis bei ihm das Board gesäubert wird und ich die Kontrolle mit einem Broodmate Dragon erlange.

Matches: 6-1 / Games: 12-3

Runde acht gegen Malik Martin mit 1887 Constructed Rating:

Er spielt GB Rock. Einfach, ID: Willkommen auf der Deutschen Meisterschaft!

Juhu, nach zwei Jahren Abstinenz endlich wieder qualifiziert für die Deutsche Meisterschaft! Sauber! An alle, die noch Ihr Glück versuchen: Viel Erfolg und jetzt steht erst mal Barcelona auf dem Programm! Man sieht sich dort.


Alara Reborn De-Constructed: Gruul Reborn

29. April 2009

Kennt Ihr eigentlich noch alle Gilden aus dem Ravnica Block, nach denen heutzutage so gerne die einzelnen Farbkombinationen benannt werden?

Schauen wir mal:

Weiss / Blau: Azorius
Weiss / Grün: Selesnya
Weiss / Rot: Boros
Weiss / Schwarz: Orzhov
Blau / Grün: Simic
Blau / Rot: Izzet
Blau / Schwarz: Dimir
Grün / Rot: Gruul
Grün / Schwarz: Golgari
Rot / Schwarz: Rakdos

Na, wieviel habt ihr noch gewusst?

Um eine dieser Farbkombinationen soll es heute im Besonderen gehen, nämlich um Grün / Rot, oder besser gesagt: GRUUL

Diese Farben bekommen mit Alara Reborn einige gute neue Karten hinzu, sodass ich einfach mal eine Wiederkehr des zu Ravnica Zeiten so beliebten Gruul Decks ins Standard prophezeie.

Im Speziellen sind dies:

Diese vier sind alle gut genug, um in einem Constructed Deck zu landen. Besonders der Jund Hackblade hat mir so sehr gefallen, dass ich mit dem ein Deck bauen wollte. Und genau diesen Prozess des Deckbauens will ich heute ein bißchen näher erläutern.

Mit den anderen guten Gruul Karten aus Lorwyn, Morningtide, Shadowmoor, Eventide, 10th Edition, Shards of Alara und Conflux kann man entweder ein sehr aggressives Deck oder eher ein Midrange, dicke Kreaturen Deck spielen.

Als Karten für solche Decks kommen für mich in Frage:

Bei der Auswahl der Karten spielen persönliche Referenzen und die Erfahrung natürlich eine wichtige Rolle. Hier habe ich auch Karten genannt, von denen ich mir sicher bin, dass sie nachher nicht im Deck landen werden, die aber schon mal in guten Standard Decks eine Rolle gespielt haben. Solltet Ihr hier Karten vermissen, könnt Ihr sie ja in den Kommentaren posten. Ich hatte sie in einem Gruul Deck dann jedoch für nicht spielbar erachtet. Das sind also die Optionen (inklusive Sideboard Karten).

Damit haben wir unsere Hausaufgaben gemacht. Das Raussuchen der Karten geht irgendwann recht automatisch. Da ist dann jede Karte schon als Constructed-tauglich im Kopf vorsortiert und man braucht nur noch nach den Farben zu schauen.

Jetzt beginnt dann also der Denkprozess. Will ich lieber ein fokussiertes Agrro-Deck haben oder eher ein Midrange-Deck, was dickere, dafür aber langsamere Kreaturen spielt? Bin ich eher grün oder rot? Spiele ich Elfen oder nicht? Wie sieht das erwartete Metagame aus?

Um hier weiterzukommen schauen wir uns doch mal die Manakurve der oben genannten Spells an (ohne offensichtliche Sideboardkarten):

CC1:
Nettle Sentinel
Twinblade Slasher
Llanowar Elves
Tattermunge Maniac
Tarfire
Figure of Destiny
Mogg Fanatic
Treetop Village
CC2:
Jund Hackblade
Wren’s Run Vanquisher
Bramblewood Paragon
Wolf-Skull Shaman
Talara’s Battalion
Stigma Lasher
Hellspark Elemental
Incinerate
CC3:
Imperious Perfect
Kitchen Finks
Troll Ascetic
Boggart Ram-Gang
Countryside Crusher
Flame Javelin
Ashenmoor Gouger
Fulminator Mage
CC4:
Spellbreaker Behemoth
Bloodbraid Elf
Garruk Wildspeaker
Chameleon Colossus
Sarkhan Vol
Murderous Redcap
CC5:
Blitz Hellion
Deus of Calamity
Siege-Gang Commander
CCX:
Banefire

Dabei habe ich folgende Karte bereits weggelassen: Boartusk Liege.

Diese Karten sind für das Sideboard reserviert: Cloudthresher, Naturalize, Guttural Response, Vexing Shusher, Manabarbs, Loxodon Warhammer, Pithing Needle, Razormane Masticore.

Jetzt heißt es wirklich kreativ werden. Ein aggressives Deck sieht zum Beispiel so aus:

Deck: Gruul Reborn Sideboard
4x Tattermunge Maniac
4x Figure of Destiny
4x Jund Hackblade
4x Hellspark Elemental
4x Incinerate
4x Boggart Ram-Gang
4x Flame Javelin
2x Spellbreaker Behemoth
3x Bloodbraid Elf
2x Garruk Wildspeaker
2x Blitz Hellion
1x Banefire
4x Reflecting Pool
4x Karplusan Forest
4x Fire-Lit Thicket
4x Treetop Village
6x Mountain
4x Fulminator Mage
3x Naturalize
3x Guttural Response
3x Loxodon Warhammer
2x Razormane Masticore

Das Sideboard ist hierbei noch nicht wirklich ausgetüftelt und bedarf erst einigen Testens. Leider kommt Alara Reborn auf Magic Online erst in xyz Wochen raus, daher heißt es bis dahin für mich warten. Das Maindeck sieht so schon mal recht solide aus. Ob man jetzt nun die Reflecting Pool, Fire-Lit Thicket und Treetop Village jeweils 4x spielt ist noch fraglich, da man so nur 10 Manaquellen für eine Kreatur in der ersten Runde hat.

Dieses Deck hat meines Erachtens das Potential zu einem der Top-Decks zu werden. Die 3x Loxodon Warhammer und 2x Razormane Masticore im Sideboard sind gegen alle Arten von Kreaturendecks, die 3x Naturalize gegen Chuck Norris Decks :-), MonoU und Tokens und die restlichen Karten gegen Cruel Control und Feen. Mit ein bißchen Testen findet man bestimmt schnell dir richtige Konstellation.

Der große Vorteil dieses Decks sind die 17 Kreaturen mit Haste, die den Gegner schnell mal umlegen können, daher sollte Cruel Control damit auch seine liebe Not haben. Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, an dem man das Deck testen und dann einzelne Karten umändern oder die ganze Idee verwerfen muss. Das hab ich zeitlich einfach noch nicht geschafft, daher bekommt Ihr hier jetzt erst mal das grobe Deckkonzept präsentiert. Das Deck ist mit Alara Reborn erst möglich geworden (es spielt immerhin 11 Karten aus dieser Edition) und könnte auf den National Qualifiern durchaus noch große Erfolge feiern. Also, vielleicht probiert Ihr es ja einfach mal aus und postet Verbesserungen und Ideen in den Kommentaren. Und für alle die nicht immer Decks aus dem Internet ziehen ist obige Vorgehensweise hervorragend geeignet, um gute Decks zu produzieren! Also: 1. eine grobe Deckidee haben, 2. alle möglichen Karten dafür raussuchen, 3. nach Casting Cost sortieren, Sideboardkarten außen vor gelassen, 4. Deck bauen und dabei auf die Manakurve achten.

Von allen Kombinationen aus den möglichen Karten hat mir die Aggro Variante ohne Elfen Schnick-Schnack am Besten gefallen. Ein Midrange-Deck wäre dann schon wieder in Richtung Ramp-Deck, da es sonst zu langsam ist. Und das ist schon wieder ein anderer Artikel. 🙂


PTQ Hannover, äh nein, Standard MtGO Premier Event

30. März 2009

Tja, eigentlich war der Plan ja, jetzt von einem weiteren zweiten Platz auf einem PTQ (obv wieder mit Feen) zu berichten, aber leider wurde es dann doch nur das 2-2 Drop. Gewonnen habe ich erste Runde gegen Meervölker und zweite gegen Elfen. Danach ging es abwärts gegen Matthias Ludewig, der sich dann ja sehr verdient auch den Slot geholt hat. Glückwunsch nochmal dazu!

Gegen sein Zoo Deck, das mir in Runde Drei 13 Schaden mit Might of Alara und Tribal Flames gemacht hat war nichts zu holen. Das zweite Loss schließlich gegen Frank Ohlhof mit Doran. Die beiden Spiele waren etwas frustrierend. Im ersten legt er mir mit seinem einen Chrome Mox Maindeck den Dark Confidant first turn hin und mein Spell Snare in der Hand wirkte gleich nicht mehr so gut. Auch die drei Länder durch meine Ancestral Vision haben nicht weitergeholfen gegen seine drei Dark Confidant mit Umezawa’s Jitte. Engineered Explosives wären hier der richtige Draw gewesen. Im zweiten Spiel Ähnliches, nur dass ich diesmal den Dark Confidant dank Threads of Disloyalty hatte. Leider revealt er nur Länder, genau wie die Ancestral Vision…das war echt skillful, mit dem Dark Confidant in fünf draw steps genau 0 Schaden abzubekommen. Bringt einen allerdings auch nicht weiter, wenn gegenüber immer mehr Viecher ins Spiel kommen. Quote of the day: Frank spielt Thoughtseize nach meiner resolvten Ancestral Vision. Kommentar: „Mann, du hast ja echt nichts gezogen, ich dachte du bluffst nur.“ 🙂 Tjaja, so Tage gibt es.

Daher also ein anderes Thema: Am Sonntag hab ich auf Magic Online mit folgendem Deck einen Standard Premier Event mit 26 Spielern gezockt:

Deck: Cruel Control Sideboard
2x Broodmate Dragon
3x Plumeveil
2x Wall of Reverence
4x Mulldrifter
4x Broken Ambitions
4x Cryptic Command
3x Esper Charm
2x Makeshift Mannequin
4x Volcanic Fallout
2x Cruel Ultimatum
1x Banefire
2x Oblivion Ring
1x Nicol Bolas
4x Reflecting Pool
2x Island
4x Vivid Creek
2x Rupture Spire
2x Vivid Meadow
2x Vivid Crag
2x Vivid Marsh
3x Cascade Bluffs
3x Sunken Ruins
2x Mystic Gate
2x Chameleon Colossus
3x Kitchen Finks
2x Glen Elendra Archmage
2x Wydwen, the Biting Gale
1x Pyroclasm
2x Wrath of God
3x Scepter of Fugue

Erste Runde gegen magiconcesagain86 (Constructed Rating: 1682) mit Dark Bant

Im ersten Spiel ist meine Starthand relativ schlecht mit 3x Broken Ambitions und einer vierten im Draw Step und ohne Cruel Ultimatum das ganze Spiel über verliere ich hier relativ knapp. Das zweite machen meine Wall of Reverence viele Leben bis ihn irgendwann bei totaler Boardkontrolle meinerseits der Broodmate DragonDrache tothaut. Das Dritte verläuft ganz ähnlich und ich gewinne auf über 80 Leben.
Sideboard:
-1 Nicol Bolas
-3 Esper Charm
-1 Banefire
+2 Chameleon Colossus
+2 Wrath of God
+1 Pyroclasm

Die nächste Runde gehts gegen Dritescythe (Constructed Rating: 1575) mit Doran

Das Deck kann, glaube ich, so genau gar nichts gegen Cruel Control machen, zumal er noch so komische Sachen wir Paladin en-Vec und Nekrataal zockt. Das Cruel Ultimatum im ersten Spiel discarded ihm allerdings auch 2x Reveillark und ein Profane Command.
Sideboard:
-1 Nicol Bolas
-3 Esper Charm
+2 Chameleon Colossus
+2 Wrath of God

Dritte Runde gegen yaya3 (Constructed Rating: 1789) mit Faeries

Da war ich doch etwas überrascht. Ich dachte, jeder und die ganze Welt zocken nur noch Boat Brew oder Cruel Control. Aber Faeries wird anscheinend doch noch gespielt und ist auch zeimlich gut gegen Cruel Control, wenn man keine Volcanic Fallout zieht. So kann er das erste Spiel gewinnen. Das Zweite sichern ihm Jace Beleren und zwei Glen Elendra Archmage. Ich weiß auch nicht, aber das Faerie Match Up ist immer noch eines der Härtesten.
Sideboard:
-1 Nicol Bolas
-3 Plumeveil
-1 Broken Ambitions
-2 Wall of Reverence
+2 Chameleon Colossus
+3 Kitchen Finks
+2 Wydwen, the Biting Gale

Vierte Runde gegen Mrine (Constructed Rating: 1781) mit Elfen

Jetzt geht es gegen Elfen. Im ersten Spiel ist meine Hand zu klobig um seine kleinen Viecher aufzuhalten. Das zweite wird von Wrath of God und anschließendem Cruel Ultimatum gewonnen. Im dritten nimmt er mir mein einziges Volcanic Fallout (oder Wrath of God hätt ja auch geholfen…) mit Thoughtseize und hat dann noch das Profane Command als ich mich austappe für Wall of Reverence. Hier hätte ich vielleicht eher das Cryptic Command Mana offenhalten sollen.
Sideboard:
-1 Nicol Bolas
-3 Esper Charm
-1 Banefire
+2 Chameleon Colossus
+2 Wrath of God
+1 Pyroclasm

Fünfte und letzte Runde: idoctober (Constructed Rating: 1698) mit Elfen

Hier macht er einfach gar nichts, einzig Liliana Vess geht mir ein bißchen auf die Nerven und ich muss Bounce counter Action machen. Im zweiten ist er screwed und gibt nach dem Cruel Ultimatum mit zwei Ländern im Spiel auf.
Sideboard:
-1 Nicol Bolas
-3 Esper Charm
-1 Banefire
+2 Chameleon Colossus
+2 Wrath of God
+1 Pyroclasm

Insgesamt mit 3-2 also noch in die Top8 gerutscht.

Viertelfinale:

Wieder gegen yaya3 mit Feen. Das erste Spiel geht eine Weile mit dem Spielchen Bitterblossom gegen Volcanic Fallout und wer den längeren Atem hat. Im Endeffekt war das dann aber doch das Banefire. Im zweiten Spiel frisiere ich mich unendlich, indem ich meine Lebenspunkteberechnung zwar seinen Scion of Oona, nicht aber meine Kitchen Finks einberechne, wenn es um Volcanic Fallout geht. Dabei habe ich nicht mal beachtet, das sein Scion of Oona ja auch kaputt geht und einfach alles bei ihm stirbt. Da hab ich mich super frisiert und zu recht das Dritte dann auch noch gegen vier Cryptic Command verloren. Hier hätte mir an einer Stelle zwar ein gezogenes Volcanic Fallout/Oblivion Ring/Cryptic Command gereicht, um zu gewinnen, aber was nicht ist, ist nicht. Ich hätte es auch nicht verdient gehabt. So was passiert eben, wenn man zu gierig ist und noch einen Draft nebenher zockt.

Lehren aus diesem Event:
1. Nicol Bolas kann es einfach nicht, seine Bruda Ajani ist vermutlich wesentlich besser!
2. Pyroclasm ist schlechter als Firespout wenn überall Langohren rumlaufen. Man sollte sogar zwei im Sideboard haben anstelle des dritten Kitchen Finks
3. Die Länderbasis ist super.
4. Ich muss das Deck mehr spielen, damit mir weniger Fehler unterlaufen!
5. Zwei Turniere gleichzeitig spielen kann nicht soviel, wie ich immer gedacht habe 🙂


Grand Prix Hannover: Samstag

16. März 2009

Tja, an diesem Wochenende war also der Grand Prix Hannover. An die einzelnen Runden vom Samstag habe ich leider nicht mehr soviel Erinnerung, da ich vergessen habe mir Notizen zu machen. Dafür ist der Sonntag etwas ausführlicher.

Das Deck ,das ich gespielt hab, wurde schon im Artikel Road to Hannover: Deckwahl erleutert. Soweit also nichts Neues.

Der Grand Prix startete dann auch pünktlich (ohne Preisgeld, aber das ist ein anderes Thema) mit einem Freilos und damit einem Frühstück bei der nahegelegenen Tankstelle.

In der zweiten Runde ging es gegen Jonas Rutz mit Pox. Die beiden Spiele waren recht eindeutig, er hatte allerdings auch mit Manaproblemen zu kämpfen. Das Match Up ist, denke ich, auch eher schlecht für den Pox Spieler. Genauere Aussagen kann ich da nicht treffen, weil ich nicht dagegen getestet habe.

2-0-0 Matches / 2:0 Games

Die dritte Runde hat mir gleich das erste Loss gegen Naya Deck Wins (NDW) eingebracht, gegen einen guten Ungarn (hab schon auf vorigen Grand Prixs gegen ihn gespielt). Da war nicht viel los, ohne viel Gegenwehr meinerseits prügelt er mich um, Ancestral Vision auf drei Länder mit einem viertem im Drawstep hat auch nicht wirklich geholfen 😦 Ich habe mir hier jedoch nichts vorzuwerfen, Spielfehler gab es keine meinerseits, manchmal geht es einfach schnell und schmerzhaft!

2-1-0 Matches / 2:2 Games

Dann vierte Runde gegen einen Kollegen aus Ulm, den Michael Gentner. Er spielt auch NDW und ich hab meine Felle, beziehungsweise Tag 2 schon davonschwimmen sehen. Auch hier ähnlich: Er fängt an (ich habe am Samstag keinen einzigen Würfelwurf gewonnen, durfte mir jedoch dreimal anhören, dass der Würfelwurf in diesem Match der Erste war, den meine jeweiligen Gegner gewonnen haben, danke auch) und ist im ersten zu schnell für mich. Das zweite bin ich schneller und kann ihn ebenso schnell umsäbeln. An die spielenentscheidende Situation im Dritten erinnere ich mich noch: er hat zwei Wild Nacatl draussen, zwei Handkarten, drei Länder und ist auf 11 Leben, ich habe Glen Elendra Archmage gerade ausgespielt, Vision mit einer Marke, drei Handkarten, neun Länder und bin auf 5 Leben. In seinem Draw flashe ich die Vendilion Clique ins Spiel, habe noch zwei Länder ungetappt und er spielt in Response auf den Cliquen Trigger Volcanic Fallout. Archmage kommt wieder, ich discarde seine letzte verbleibende Handkarte Seal of Fire, er hat also eine unbekannte Karte in der Hand und greift mit seinen beiden Nacatls an. Ich flashe eine Spellstutter Sprite ins Spiel und kann beide tot blocken, da sie wegen dem Fallout schon zwei Schaden bekommen haben, was wir beide ursprünglich übersehen hatten. Da hätte er mit dem Angriff wohl warten sollen, bis die Nacatl wieder frisch sind. So ziehe ich drei Extrakarten und kann das Spiel noch auf drei Leben gewinnen.

3-1-0 Matches / 4:3 Games

Nun gegen das Storm Deck von Christian Berkemeier. Im ersten Spiel habe ich alle seine Versuche, in die Kombo zu gehen, gecountert und irgendwann mit einer Clique gewonnen. Das zweite verlief auch nicht besser für Ihn. Nach dem Archmage gab er dann auf.

4-1-0 Matches / 6:3 Games

Die fünfte Runde war gegen einen Griechen. An sein Deck erinnere ich mich nicht mehr, ich glaube, es war Faeries. Der Judge wartete mit dem Eröffnen der Runde sehr lange, so dass im blauen Bracket alle Leute schon mindestens fünf Minuten an Ihren Tischen saßen und so mein Gegner von seinem Subways Besuch noch genau rechtzeitig zurück kommen konnte. Kaum saß er, wurde die Runde eröffnet. Pech gehabt. Das Spiel dauerte viel zu lange, das Erste gewann ich und für ein Drittes reichte die Zeit nicht. Also das Unentschieden und der Single Elimination Modus war aktiviert.

4-1-1 Matches / 7:4 Games

Nun ging es gegen Michael Heiduk mit Doran Rock. Im ersten resolved er schnell einen Dark Confidant, der ihm viele Extrakarten zieht und schließlich muss ich mich der Übermacht mehrerer Treetop Villages geschlagen geben, wobei er einmal auch sehr lucky genau die benötigte Karte von oben zieht. Im zweiten mach ich first turn Bitterblossom, dann Jitte. Dagegen kann er nichts mehr machen und wird irgendwann von Blossom Token überrannt. Das dritte Spiel ist wieder knapp. Er durfte anfangen, legt Noble Hierarch und gibt ab. Ich überlege eine ganze Weile, ob ich erste Runde Vision suspenden oder Mana für Spell Snare offen halten soll, da ein Dark Confidant ihm allein das Spiel gewinnen kann, da ich im Moment keine Lösung für Ihn hatte. Ich entscheide mich dann dafür, dass bei Ihm nur der Doran kommt und suspende die Vision. Es kommt wie es kommen muss: der Confidant. Er zieht ihm genügend Extrakarten , so dass ich das Spiel nicht mehr stabilisieren kann, zumal der Confidant mit Elspeth, Knight Errant für zu viel angegriffen hatte. Aber mein Opponent Score war noch gut genug. Bei nur etwas über 900 Spielern besteht nämlich noch die Möglichkeit mit 6-2-1 in Tag 2 zu sein. Also weiter gespielt.

4-2-1 Matches / 8:6 Games

Nächste Runde wartet ein etwas frustriert wirkender Tim Michels mit Storm auf mich. Es lief genau wie Runde fünf ab. Alles Relevante wird gecountert und irgendwann gewonnen.

5-2-1 Matches / 10:6 Games

Jetzt also das Spiel um Tag zwei. Hier entsteht eine Situation, in der ich es nicht schaffe, nach über einer halben Stunde für das erste Spiel den Kill zu sehen. Er spielt auch Faeries, hat Spellstutter Sprite, Vendilion Clique, 2x Mutavault, 1x Riptide Laboratory und xy unrelevante Länder (jedenfalls genug) auf dem Board und ist auf 5 Leben mit 0 Handkarten. Ich habe 2x Vedalken Shackles (eine untapped, eine mit geklautem Sower of Temptation), 1x Mutavault, 1x Riptide Laboratory, sechs weitere Länder, seinen Sower of Temptation, vier Faerie Rogue Tokens auf dem Board, eine Handkarte (Polluted Delta), bin auf einem Leben und ziehe: Umezawa’s Jitte (Vendilion Clique oder Spellstutter Sprite oder Cryptic Command, oder… hätten auch gereicht, für alle, die jetzt how lucky schreien). Wie schaffe ich es jetzt also meinen Gegner dazu zu bringen, mit egal welchem Draw zu verlieren? Zum Beispiel so: spiele Jitte, übernehme Clique, equippe Faerie Token, Angriff mit allem, er muss den Sower und das Mutavault blocken um nicht zu verlieren und die Jitte bekommt Marken => gg Auch wenn er sich die Clique beim übernehmen hochnimmt, bekommt die Jitte Marken und ich gewinne trotzdem. Ich hab es jedenfalls anders gemacht, da ich nicht mit dem zweiten Cryptic Command in seinem Deck gerechnet habe. Die Konzentration war einfach weg und ich habe so gespielt, dass ich ihn in meinem nächsten Zug sicher getötet hätte. Er zieht, spielt das Command und haut mich um. Das zweite Spiel schaffen wir bei sehr guter Boardposition für mich nicht fertig und das war der GP. Ärgerlich war insbesondere auch, dass mein Opponent Score mit einem Win in der letzten Runde gerreicht hätte, der Opponent Score meines Gegners jedoch nicht. Sehr unbefriedigend.

5-3-1 Matches / 10:7 Games

Das wars vom Grand Prix, morgen werde ich mich dann mal an einem ersten Draftwalkthrough auf Magic Online versuchen und gegen Ende der Arbeitswoche kommt der Bericht vom PTQ in Hannover, der etwas erfolgreicher verlief.


Decktech: Cruel Control

12. März 2009

Warum ich nach dem Sieg von Gabriel Nassif und dem Artikel von Nico Bohny noch glaube, etwas sinnvolles zu Cruel Control schreiben zu können? Naja, ich habs auch einige Monate auf Magic Online gezockt und dort mit meiner doch eher speziellen Version auch einige Premier Events gewinnen können. Und ausserdem ist ein Deck, welches Cruel Ultimatum und Cryptic Command zockt eh wert, wenn man noch mal drüber schreibt. Als Vorlage soll mir hier jedoch nicht meine alte Liste dienen, sondern die von Nassif, der ja bekanntermaßen die Pro Tour gewonnen hat:

Aus meiner Erfahrung heraus reichen 26 Länder völlig aus, um ausreichend Mana zur Verfügung zu haben. Die genaue Verteilung muss noch festgelegt werden. Rupture Spire wäre hier zum Beispiel auch eine valide Option. Basic Lands sind jedoch mittlerweile wieder wichtig, man will sich ja auf jeden Fall nach einem Path to Exile noch was raussuchen können. Wie jedoch hier die genaue Verteilung der 26 Länder ist überlasse ich jedem frei nach Schnauze selber.

Desweiteren bringen diese ganzen situativen one-offs wahrscheinlich nur was beim Nassif Shuffle. Oder wenn man sich einfach lucky fühlt. Diese durch Karten zu ersetzen, die etwas mehr nach Plan aussehen, ist hier meines Erachtens angebracht. Auch sind vier Esper Charms zu viel! Diese Karte ist gut gegen Bitterblossom und ansonsten einfach klobig. Drei reichen völlig. Die dritte Wall of Reverence ist zwar auch ganz nett, muss aber auch nicht sein. Ebenso der dritte Drache, der fällt weg, weil ich kein 61 Karten Deck haben will. Das heißt, wir haben im Maindeck 6 freie Slots, die es neu zu belegen gilt. Nur mit wem? Hier die Kandidaten:

Planeswalker: Ajani? Jace? Elspeth? Oder doch den Master of Desaster Bolas?

Ok, eigentlich kommt nur Ajani in seiner Funktion als Creatureremoval und Finisher und Bolas in seiner „Ich kann Alles, ausser hochdeutsch…äh Kreaturen töten“ Rolle in Frage. Einen Bolas würd ich auf jeden Fall spielen, wenn man mal gerade kein Ultimatum hat, macht er den Sack auch schnell zu und entsorgt ausserdem störende Planeswalkerkollegen, Oblivion Rings, Länder (wenn der Gegner nicht aufpasst auch Manlands) und Bitterblossoms. Da ich mich oben gegen random one-offs ausgesprochen hab: das ist das dritte Ultimatum mit mehr utility und weniger power.

Was immer gut ist, ist die Allzweckwaffe Oblivion Ring, daher auch hier ein Kandidat.

Path to Exile als billiger Kreaturenvernichter. Das extra Land stört eigentlich nur im Mirror und da hats eh nicht soviel zum Vernichten.

Die neue Kill Option: Banefire. Ich hab zwar gerade gegen one-offs gelästert, aber hier lass ich mir eins gefallen. Einfach den Gegner umschiessen ist immer gut, besonders gegen Faeries.

In alten Cruel Control Versionen wurden auch immer 2x Makeshift Mannequin gespielt. Warum das nicht mehr gemacht wird, zumal mit dem Fairnessdrachen, ist mir ein Rätsel. Der Instant Speed ist im Mirror und gegen Feen extrem wichtig, da man entweder eine Kreatur (meist noch 2 Extrakarten, 2 Extraleben oder einen extra Drachen) oder die Möglichkeit bekommt, in seiner Mainphase etwas wichtiges zu spielen.

Maelstrom Archangel: Eine meiner Lieblingskarten aus Conflux. Einmal angreifen und gewonnen! Entweder weil der Drache noch dazu kommt oder das Ultimatum for free direkt gewinnt. Auch ein Mulldrifter mit zwei extra Karten hat was. Die Frage ist nur, wie man so einen noch ins Deck quetschen kann.

Allgemeine Fragen:

Plumeveil oder Kitchen Finks? Als es Volcanic Fallout und Wall of Reverence noch nicht gab, hab ich ganz klar die Finks bevorzugt. Sie gaben Leben und „überlebten“ den Wrath of God. Nun ja, jetzt hat man für Leben die Wall, und beim Volcanic Fallout hat es sich genau umgedreht. Finks sterben (ok, nur zur Hälfte) und Plumeveil lebt. Ausserdem ist die Kombination aus Wall+Veil natürlich stark. Und auch der Instant Speed ist vorteilhaft wie oben beim Mannequin schon erwähnt. Dennoch würde ich Finks im Sideboard spielen, aber dazu kommen wir später.

Volcanic Fallout oder Firespout oder Wrath of God oder Pyroclasm? Hier ist mittlerweile die klare Antwort: Fallout! Es ist Instant, kann nicht gecountert werden und räumt so gut wie alles ab, was die anderen auch abräumen würden (zumindest in den Match-Ups, in denen es entscheidend ist, also RW Lark, Faeries, WB Tokens und ab und an Kithkins). Das bedeutet auch, die für dieses Deck so nervigen Mutavault und Faerie Conclave entsorgen zu können. Die zwei Damage auf den Spieler sind auch mal gut, einem Planeswalker den Rest zu geben. Dadurch kann es sich das Deck erlauben, auf den ohnehin immer klobigen Cloudthresher zu verzichten, der nur gegen Faeries seinen Platz im Maindeck gerechtfertigt hat.

6 Karten aus den oben erwähnten:

1x Nicol Bolas

2x Makeshift Mannequin

2x Oblivion Ring

1x Banefire

Path to Exile würde dem Deck zwar auch guttun, jedoch will man davon auch mindestens drei spielen und dafür ist erst mal kein Platz, vielleicht sind sie doch notwendig gegen Treetop Villages, sollte sich das Meta in diese Richtung entwickeln. Im Sideboard sollte es aber auf jeden Fall seinen Platz finden (gegen Nicht-Faeries zum Beispiel anstelle von Esper Charm).

Sideboard:

Auch hier wieder viele one-offs. Da fragt man sich doch, warum der eine Wispmare da sein muss? Naja, Nassif Shuffle halt 🙂 Die vier Scepter of Fugue sind gegen andere Cruel Control unverzichtbar. Die Wydwen sind auch dagegen und auch gut. In Ordnung. Auch die zwei Wrath of God sind völlig legitim und sinnvoll. Aber dann? 3x one-offs? 2x Infest? Schon mal was von Firespout gehört? Ist besser (tötet zum Beispiel Wren’s Run Vanquisher) und lässt eigene Mulldrifter womöglich noch leben. Nur im seltenen Fall, das Burrenton Forge Tender liegt und wir ihn nicht wegbekommen, schlechter. Und 2x Negate? Wieviele Karten denn noch fürs Mirror? Und gegen Feen hab ich da dann doch lieber Guttural Response! Also hier sind 5 Slots zu vergeben.

Die Kandidaten sind folgende:

Glen Elendra Archmage: Der wird schon im Extended gespielt, warum nicht mehr im Standard??? Im Mirror gelegt gewinnt er alleine! Besser als Negate allemal.

Chameleon Colossus: Gegen Faeries macht der gehörig Druck. Sie haben den Sower um ihn zu handlen und sonst nichts. Und der stirbt am Fallout. Auch mit der Wall of Reverence stark. Schon mal 16 Life bekommen?

Path to Exile: Mehr Removal. Nur wofür? Für die 4/4 Figure, ok,da muss man sich was einfallen lassen, aber dafür ist ja der Wrath und Plumeveil schon da. Zuviel des Guten.

Kitchen Finks: Zusätzlicher Lifegain und sehr starker Blocker gegen alle Aggrodecks. Auch gegen Feen als früher Beatstick nicht schlecht, besonders um Jace abzuräumen.

Vexing Shusher: Früher die Allzweckwaffe im Mirror und gegen Feen. Heute eher weniger Platz im Sideboard.

Und die Gewinner sind (6 Karten, da mir 4 Scepter zuviel sind, drei reichen mir da):

2x Glen Elendra Archmage

2x Chameleon Colossus

2x Kitchen Finks

Damit kann man nach dem Sideboarden auch sehr gut vom Kontrolldeck auf das Aggro Deck umschwenken, was besonders im Mirror überraschend kommen dürfte, da man die ersten Runden nicht untätig rumsitzt und irgendwie den Gegner auszuspielen versucht, sondern aggressiver gegen ein jetzt fast removalloses Deck vorgehen kann.

Und zum Schluss noch meine Sideboard Pläne:

Gegen Faeries:

raus:

1x Nicol Bolas

1x Plumeveil

2x Wall of Reverence

2x Cruel Ultimatum

rein:

2x Glen Elendra Archmage

2x Chameleon Colossus

2x Wydwen, the Biting Gale

Gegen WR Lark:

raus:

3x Esper Charm

1x Nicol Bolas

2x Makeshift Mannequin

rein:

2x Wrath of God

2x Kitchen Finks

2x Firespout

Gegen BW Tokens:

raus:

1x Esper Charm

1x Broken Ambitions

1x Plumeveil

1x Banefire

rein:

2x Wrath of God

2x Firespout

Gegen Kithkin:

raus:

3x Esper Charm

1x Nicol Bolas

rein:

2x Firespout

2x Wrath of God

Gegen Cruel Control:

raus:

2x Wall of Reverence

3x Plumeveil

4x Volcanic Fallout

2x Esper Charm

rein:

2x Kitchen Finks

2x Wydwen, the Biting Gale

3x Scepter of Fugue

2x Glen Elendra Archmage

2x Wrath of God

Hier noch mal das Deck in seiner Gesamtheit:

1 Banefire

enchantment [2]

2 Oblivion Ring

planeswalker [1]

1 Nicol Bolas, Planeswalker

land [26] (jedem das Seine, aber so würd ich sie nicht spielen :-))

2 Cascade Bluffs

2 Exotic Orchard

3 Island

1 Mystic Gate

4 Reflecting Pool

4 Sunken Ruins

2 Vivid Crag

4 Vivid Creek

3 Vivid Marsh

2 Vivid Meadow

60 cards

Sideboard:

2 Chameleon Colossus

2 Wydwen, the Biting Gale

2 Kitchen Finks

Glen Elendra Archmage

2 Firespout

2 Wrath of God

3 Scepter of Fugue

15 cards

Kurzer Blick zum Abschluss auf die Länder:

Folgende Manasymbole braucht man:

Schwarz: Maindeck: 15 / Sideboard: 8

Weiß: Maindeck: 12 / Sideboard: 6

Rot: Maindeck: 16 / Sideboard:2

Grün: Maindeck: 2 / Sideboard:8

Blau: Maindeck: 33 / Sideboard:4

Daher die Landverteilung:

4x Refecting Pool

2x Island

4x Vivid Creek

2x Rupture Spire

2x Vivid Meadow

2x Vivid Crag

2x Vivid Marsh

3x Cascade Bluffs

3x Sunken Ruins

2x Mystic Gate

Also, man sieht sich dann in Hannover!


Road to Hannover: Metagame

10. März 2009

Tja, was erwartet einen in Hannover?

Sehr zu empfehlen ist die Zusammenfassung vom Michael Diezel, in denen er einen Blick auf das Extended Metagame wirft. Es hat sich jedoch auch einiges geändert, seitdem der Artikel geschrieben wurde. Daher gehe ich hier einfach alle relevanten Decks mit persönlichen Einschätzungen durch:

Bant Aggro: Meines Erachtens nicht Tier1. Zoo, ob mit oder ohne Domain sei mal dahingestellt, ist hier einfach besser. Aber man kann trotzdem noch auf einige verirrte Bant Spieler treffen, jedoch eher in den ersten Runden des GP’s, da die Pro’s definitiv zu anderen Decks greifen werden.

All In Red: Wenn man sich zutraut, konstant die guten Hände zu ziehen, bzw. auf viel Zoo hofft eine sehr gute Wahl. Dan Florea hats mit seinem Ptq Gewinn vorgemacht. Auch gegen Elves mit Chalice, Trinisphere und Pyroclasm Post-Board sehr gut aufgestellt. Pre- Board macht man einfach 1st turn Chalice auf eins und reicht seinem Gegner nach dem Spielen seines Forests die Hand zum guten Spiel 🙂 Gegen Feen wirds schwieriger. Hier muss dann first oder second turn schon was Gutes auf dem Tisch landen und hoffen, dass der Sower nicht rechtzeitig kommt. Venser oder Command sind zusätzlich eher Game für den Feen Spieler. Wenn man dagegen spielt, einfach auf den schlechten Draw des Gegners hoffen, mit seiner eigenen Kombo schneller sein oder ihn mit seinen kleinen blauen Fliegern outplayen. Wirds trotz des Ptq Gewinn’s nur wenige geben, da bei einem 9 Runden GP die Konstanz eines Decks auch entscheidend ist. Ich spiele lieber 9 enge Runden mit 7-2 oder besser als 6 Runden first turn zu gewinnen und drei ebenso schnell zu verlieren. Auf einem Ptq wiederum ist es eine andere Herangehensweise. Da wäre AIR legitim, da es hier heisst: Alles oder nichts. 5%

Burn: Rote Brenne, günstige Karten und fertig ist das Deck. Recht einfalllos. Hat auch noch nichts gewonnen. Wird auch so bleiben. Für Faeries fast ein Freilos. Und Feen sind das Maß aller Dinge im heutigen Extended. Wer Tag 2 noch mitspielen will, sollte davon die Finger lassen. Die Karten hat jedoch fast jeder, daher werden einige mit diesem Deck dort aufschlagen. 7%

Dredge: Klassisch, ich habs nie gemocht, genausowenig wie Elfen oder Affinity. Solche Decks waren (sind) mir zu Mainstream. Feen ist was anderes, die sind Blau und zocken Cryptic Command 🙂 Mittlerweile eher in der Versenkung verschwunden, was auch an dem Relic of Progenitus liegt, welches seit Raul Porojan’s Ptq Gewinn (Grats noch mal) in fast jedem Feen Sideboard 4x auftaucht. Es ist einfach zu gut gegen Loam, dass es Dredge auch schlägt, ist quasi netter Nebeneffekt. Dredge sollten sich traditionell auch eher gute Spieler zutrauen, und die werden wohl auch was anderes zocken, einfach weil es zu nervig ist, immer gegen Relic zu spielen. An alle, die es noch nicht wissen: Wenn der Magus of the Bazaar liegt, dann muss er so schnell wie möglich weg. Nicht, dass Ihr dann mit so einer Story wie der Simon Görtzen, der Dredge gespielt hat, beim PT Berlin Sideeevent ankommt: „Mein Gegner meinte nach dem Spiel so: Ich hätte vielleicht den Magus abtragen sollen. Der hat mich ja quasi in Alleingang getötet.“ Uups, welche Überraschung, wieder was gelernt (also sein Gegner jedenfalls :-)). Hat auch meines Erachtens noch keinen Ptq gewonnen. Daher eher: Daumen runter! 5%

Naya Burn: Siehe Zoo, sind sehr ähnlich.

Schwäne: Hier verweise ich einfach mal an den Artikel von unserem Ptq Gewinner Robert Wilbrandt. Eine gute Wahl, aber nicht ganz einfach gegen Feen zu spielen. 8%

Rock: Hmm, klassisches Rock existiert eigentlich nicht mehr, wird heute unter dem Stichwort Loam zusammengefasst. Das warn noch Zeiten bei der PT LA als Exalted Angel als Geheimtipp gehandelt wurde und viele Deutsch White Rock gezockt haben.

Affinity: Ich hasse Roboter! So, das musste mal gesagt werden. Gegen Feen eine gute Wahl. Und wenn der Gegner nicht Kataki oder Ancient Grudge oder Elfen oder … auspackt auch durchaus Chancen auf Day 2. Einfach immer Feen abbekommen, oder es sieht nicht so rosig aus. Zu dem Deck muss wohl nicht mehr viel gesagt werden. 8%

Death Cloud: Siehe Rock. Die Klassifikation läuft auch hier unter Loam. Ok, DC Loam, aber immer noch Loam. Hab ich noch nicht gegen gespielt in dieser Saison, fand die Cloud jedoch immer super und war letzte Saison ja auch Tier 1. Dieses Jahr mit Wolke eher nicht oben dabei, da es einfach a) zu langsam und b) kill more ist.

Elfen: Auch hier gilt: ICH HASSE ELFEN. Gna, nichts persönliches gegen Elfen, ich musst bloß gerad an Hawai denken. Zu Elfen hat TobiH ja schon fast alles gesagt und ich verweise hier einfach mal auf den Artikel von Michael Diezel. Aber Vorsicht: Elfen Spieler verbauern sich den Gewinn häufig. Also: Wer mit diesem Deck antritt sollte vorher üben, üben, üben. Elfen sind viele zu erwarten und werden auch in den Top Platzierungen landen. Man sollte auf jeden Fall einen guten Gameplan gegen dieses Deck haben, sonst wirds mit Tag 2 nichts und wenn doch, dann wird es dort abwärts gehen, da hier die guten Elfen Spieler sitzen. 12%

TEPS: Hat es gegen Feen und die Hand Disruption des Loam Decks sehr schwer. Ich weiss, der LSV hat da mal was mit gewonnen. Wer sich für LSV hält, sollte also TEPS spielen, da vor allem Mulligan Entscheidungen hier relativ schwierig sind und viel Übung angebracht ist. Stifle hat auch den Weg zurück in die meisten blauen Decks gefunden. TEPS wird wahrscheinlich trotzdem mit einigen Exemplaren vertreten sein, auch weil die Karten relativ günstig sind. Nicht mein Deck, aber wer es mag. 7%

Tezzerator: Hmm, beim Ptq in Rotterdam meinte mein Gegner in der 2. Runde so: Feen ist ja eins der besten Match-Ups für Tezzerator. Hä? Hab ich da was verpasst? Ich hab das zweite Spiel einfach nur aus Dummheit verloren, Chalice of the Void auf zwei liegt, mein Glen Elendra Archmage (der verhindert, dass er irgendwas spielen kann) wird mit Condescend für x=2 gecountert, ich hab drei Mana und spiel Spellstutter Sprite…blub, no comment. Das war das Spiel. Das Dritte verlier ich knapp. Das war das erste Mal, dass ich gegen Tezzerator mit Feen verloren hab. Tezzerator spielt alles Main Phase aus und verliert gegen Archmage direkt. Ergo: Hauptsache noch mal Salz in die Wunde gerieben. Feen ist ein schlechtes MU für Tezzerator, egal was random Holländer behaupten. Daher eher schlechte Wahl für den nächsten Feen verseuchten GP. 5%

Zoo: So jetzt also alle Decks mit Aggro-Kreaturen. Welche Variante hier die richtige ist, diese Entscheidung überlasse ich anderen. Hier der Artikel von Matthias Ludewig zu dem Thema. Immer eine gute Wahl, auch für Top Platzierungen gut. Wer zwischen den Runden öfter mal eine Rauchen geht, bzw. nicht völlig vom Fleisch fallen will und während alle anderen noch zocken was essen gehen will, der greift zum Zoo. Mit guten Draws kann das Zoo Deck jeden verhauen. Ich persönlich würde die Version mit Might of Alara spielen, sie ist einfach explosiver und macht die wichtigen Turn 3/4 Kills wahrscheinlicher (wegen Lotus Bloom im Swans und TEPS).13%

Loam: In allen Varianten. Ein sehr starkes Deck. Man sollte nur die richtige „Hälfte“ des Decks ziehen. Mit entsprechendem Tuning kann es auch jedes Deck schlagen. Nur ist es gegen Feen sehr schwer zu spielen. Hatte auch überlegt, Loam zu spielen, nur hatte ich damit beim GP in Wien keine so guten Erfahrungen gesammelt. Daher also nicht das Mid-Range Kontroll Deck, sondern einfach das beste Deck des Formats gezockt. Loam ist aber besonders in den Händen von erfahrenen Spielern ein ernst zu nehmender Gegner und daher auch recht häufig vertreten. 10%

Feen: Mein Lieblingsdeck und von den meisten als das beste Deck des Formats bezeichnet. Dem kann ich nur zustimmen und werde hier auch nichts weiteres über Feen berichten, da fast alles schon bekannt ist. (Shackles gewinnt im Mirror, Explosives gegen Elfen und Jitte ist toll, blub) 20%

Also bis zum Wochenende in Hannover!