Grand Prix Brighton 2009

13. August 2009

Das war ein Wochenende…

Sex, Drugs and Rock’n’Roll…und lauter hübsche Frauen.

…oder auch nicht!

Um zu erklären, warum es bei einem Magic Grand Prix nicht zu den oben erwähnten Ereignissen gekommen ist, habe ich diesen Artikel in zwei Teile aufgeteilt. Einmal den Road Trip und den Turnierbericht. Wer also nur etwas über kleine bunte Pappkarten lesen will, sollte zum zweiten Teil scrollen.

Erster Teil: Road Trip

Nachdem ich mit Müh und Not meinen Flieger erreicht hatte, kam ich dann doch einigermaßen entspannt auf der Insel an. Hier kam der erste Schock, in diesem Fall der Kälteschock. -10 Grad verglichen mit dem Festland. Der erste Schock: Das englische Wetter. Ich war natürlich überhaupt nicht darauf vorbereitet und hatte nichts langärmeliges dabei und eine Regenjacke schon dreimal nicht. Schließlich wollte ich das Wochenende in einer großen Halle mit einem soliden Dach verbringen und nicht irgendwo Sightseeing machen. Zum Glück ist es dann am Samstag aber doch noch ein bißchen wärmer geworden und so bin ich ohne Grippe oder ähnliche Erkältungen wieder zurück.

Die Hotelbuchung hatte ich jemand Anderem überlassen. Es stellte sich heraus, dass das günstige Backpackers Lodge dann auch genau so solide war. Mit schimmligem Bad und wackeligem Hochbett (ok, das war halbwegs mit eingeplant, ebenso wie laute andere Gäste…aber diese Möwen…doch dazu später) war es auch noch 25 min Fußweg von der Site entfernt. Interessant war auch der ständige Grasgeruch in der Unterkunft (NEIN, ich war es nicht!!!). Also der zweite Schock: Das „Hotel“. Lobend muss man bei der Unterkunft jedoch das hervorragende indische Restaurant mit „Bring your own drinks“ Schild an der Tür erwähnen. Man musste also allen Ernstes für sein Getränk 20 m die Strasse rauf in den Supermarkt und dann wieder zurück. Gläser gab es immerhin. Ich dachte bisher immer, dass Restaurants den Großteil ihres Gewinns mit den Getränken machen, aber Vetternwirtschaft scheint da noch drüber zu stehen.

Nach dem Essen kam Freitag abends also die Bettruhe. Nur irgendwie konnte ich „Findet Nemo“ nicht aus meinem Kopf kriegen. Die ganze Nacht durch war ein lautes „Meins, meins, meins, meins, ….. und meins aunomma“ zu hören und Ohrstöpsel hatte ich natürlich vergessen. Frisch ausgeruht gings also an die Side, Pool und Deck registriert und gefrühstückt. English Breakfast: Pommes, Baked Beans, Spiegeleier, Speck, Pilze, Würste. Danach war mir richtig schlecht (und zu recht!). Der dritte Schock: Das Englische Essen. Die dazugehörigen Engländerinnen waren irgendwie auch nicht so lecker.

Hier führt der Turnierbericht weiter, ich überspringe das eigentliche Turnier erst mal und komme zu der sehr interessanten Rückfahrt. Wie angekündigt, hielt ich es für überbewertet, eine Rückfahrt einzuplanen. Ich musste Montag ja auch erst wieder um 10 in Bonn sein. Die Idee dahinter war, dass bestimmt einige Deutsche mit dem Auto angereist kommen und da schon irgendwo ein Platz frei sein wird. Der Flug dauert ja nur 20 Minuten, so wie es auf der Flugbuchung steht. Zeitverschiebung ist eh irrelevant. Zum Glück setze ich mich bei den Paarungen direkt dem anderen „von“ des Turniers gegenüber, der zufälligerweise auch aus dem Pott kommt, mit dem Auto hier ist, Sonntag wieder zurück fährt, einen Platz frei hat und auch noch mit meinem vorigen Arbeitgeber befreundet ist. How lucky, Rückreise organisiert.

Das diese Rückfahrt doch noch abenteuerlich werden sollte, dafür sorgte ausreichende Planung und ein „Landstraßen“-Navigationsgerät. Die Fähre zum Festland sollte um 19 Uhr von Dover ablegen. Also fuhren wir um halb 5 von der Site los. Und schon ging es mit einem deutschen Auto (=> Lenkrad links) über englische Landstraßen (=> Linksverkehr). Als wir hinter einem Bus hingen und unser Fahrer gar nichts mehr sehen konnte, ging das ungefähr so:
Fahrer: „Hey, schau doch mal, ob ich überholen kann!“
Ich: „Klar, schaffst Du, wer bremst, verliert!“
Beifahrer: „Moment, ich schau mal.“
Beifahrer lehnt sich aus dem Fenster, zuckt zurück und ruft: „Sch…,Auto!“
Ich hätte mir diese Szene mit anderem Ausgang auch sehr gut in einem „Final Destination“ Film vorstellen können, nur ohne das Zurückzucken des Beifahrers und das Weglenken des Fahrers.

Summa Summarum eine sehr lustige Fahrt. Und wir haben es auch noch fast pünktlich geschafft, an der Fähre zu sein. Um Punkt 19 Uhr an der Ablegestelle konnten wir ihr noch hinterhersehen, nachdem wir noch einen freiwilligen Abstecher zur Zoll-, Drogen-, Whatever- Kontrolle gemacht haben. Der zuständige Beamte hat uns geradeaus durchgewunken, aber wir wollten lieber dem Mercedes vor uns hinterherfahren.

Eine Stunde später fuhr dann zum Glück noch eine extra teure Fähre, die wir direkt gebucht haben. Nach einer Runde Beachvolleyball auf der Anlegestelle ging es dann in einer relativ unspektakulären Fahrt weiter nach Bochum, wo wir am Montag um drei Uhr morgens ankamen. Dort bei einem Mitfahrer genächtigt und um 7 Uhr den Zug nach Bonn genommen, um um 10 mit der Arbeit anzufangen. Vielen Dank an dieser Stelle noch einmal an meine Mitfahrer, ohne euch hätte ich es nicht geschafft!

Zweiter Teil: Turnierbericht

Es ging Samstag morgens los, wie üblich in einer großen voller nun ja, Männer. Das erwartet man ja auch grundsätzlich, wenn man zu einem Grand Prix fährt.:-)

Erst mal einen Kartenpool registriert mit Fireball, Overrun und Serra Angel, einfach zu bauen (WGr), aber ohne Rare Spoiler.

Der Pool den ich bekam, war auch in Ordnung, so dachte ich zumindest. Er ließ mir auf jeden Fall keine Wahl beim Deckbau und das WB Konstrukt war vorgegeben. Hier das Deck und Sideboard in seiner ganzen Pracht (Hust…):

Deck: GP Brighton Sideboard
Captain of the Watch
Divine Verdict
Glorious Charge
Griffin Sentinel
Pacifism
Razorfoot Griffin
2xSafe Passage
Stormfront Pegasus
Undead Slayer
Bog Wraith
Child of Night
Doom Blade
2x Dread Warlock
Duress
2x Gravedigger
Howling Banshee
Hypnotic Specter
Tendrils of Corruption
Zombie Goliath
Rod of Ruin
Terramorphic Expanse
7x Plains
9x Swamp
Angel’s Mercy
Mesa Enchantress
Silvercoat Lion
Wall of Faith
Convincing Mirage
Coral Merfolk
Disorient
Essence Scatter
Flashfreeze
Jump
Levitation
Negate
Serpent of the Endless Sea
Sleep
Tome Scour
Traumatize
Unsummon
Zephyr Sprite
Acolyte of Xathrid
Child of Night
Disentomb
Megrim
Mind Rot
Relentless Rats
Unholy Strength
Ball Lightning
2x Berserkers of Blood Ridge
Burning Inquiry
Canyon Minotaur
2x Dragon Whelp
Firebreathing
Ignite Disorder
Kindled Fury
Lightning Elemental
Raging Goblin
Seismic Strike
Trumpet Blast
Viashino Spearhunter
Wall of Fire
Yawning Fissure
Awakener Druid
Centaur Courser
Craw Wurm
2x Bountiful Harvest
Deadly Recluse
Giant Growth
Giant Spider
Llanowar Elves
Naturalize
Prized Unicorn
Rampant Growth
Runeclaw Bears
Demon’s Horn
Spellbook
Wurm’s Tooth
Dragonskull Summit
Foil Swamp

Dieses Deck baute sich wirklich von allein, da kann man auch gar nicht viele Optionen durchdiskutieren, deshalb gehe ich hier direkt zur Beschreibung der Spiele:

Nach dem first round Bye ging es gegen Adam Dudzic mit WG. Ich konnte ihm einiges an Schaden zufügen als er mit einer Ant Queen das Board stabilisiert. Den Serra Angel, den er vorher gespielt hat, konnte ich noch mit Divine Verdict entsorgen, bei der Ant Queen hatte ich kein Removal mehr. Eine nachgelegte Whispersilk Cloak besiegelte mein Schicksal. Ich boardete eine Unholy_Strength rein, um mit meinen Evasion Kreaturen schneller Schaden zu machen und nicht gegen seine langsamen Spoiler einzugehen, da ich auch kein Removal gesehen hatte. Das zweite sieht recht ähnlich aus wie das erste, ich kann mit Dread Warlock und Razorfoot Griffin angreifen, er bleibt mit seiner Ant Queen zuhause, um meinem Divine Verdict zu entgehen, was ich allerdings auf einen Centaur Corser mit Oakenform spielen musste, um im Damage Race nicht zu weit abgeschlagen zu werden. Ich ziehe drei Länder in Folge, kann mich noch eine Runde mit Safe Passage am Leben halten, aber er kann mich mit 2 Leben übrig umhauen. Leider habe ich keines meiner vier Outs gezogen (2. Safe Passage, Glorious Charge, Howling Banshee, Unholy Strength). Starker Anfang!

Matches: 0-1
Games: 0-2

Dritte Runde ging es gegen Benjamin Lei mit UG. Im ersten Spiel sieht er nach einem Mulligan nur Länder. Er spielt keinen einzigen Spell und ich kann ihn schnell umhauen. Das zweite Spiel ist ziemlich lächerlich. Er spielt richtig schlecht, kann aber mit einem Clone meinen Bog Wraith kopieren und mir die restlichen Spells mit Essence Scatter, Negate und Cancel countern und noch ein bißchen was nachlegen. Ich zieh einfach gar nichts mehr und der geklonte Bog Wraith haut mich tot. Nach diesen ganzen nervigen Countern boarde ich das Duress rein. Das spiele ich im dritten Spiel auch gleich mal erste Runde und sehe Master of the Wild Hunt und Kalonian Behemoth. Tja, gg.

Matches: 0-2
Games: 1-4

Vierte Runde gegen Kris Pictron ist schnell erzählt. Er hat Planar Cleansing, Siege-Gang Commander, Dragon Whelp und Guardian Seraph. In Wahrheit besiegt mich im zweiten Spiel allerdings ein Glorious Charge. Ich spiel Duress, discarde ihm Planar Cleansing ohne das er noch irgendetwas Relevantes hatte und ich blocke in seiner Runde seinen Razorfoot Griffin mit meinem Razorfoot Griffin und sein Dragon Whelp mit meinem Howling Banshee. Es kommt, was kommen muss: Er hat Glorious Charge von oben gezogen und ich hab kein Removal für sein Dragon Whelp.

Matches: 0-3 Drop
Games: 1-6

Ich hätte nicht gedacht, das mein Deck so schlecht ist, ich konnte aber auch nie meinen Captain of the Watch ausspielen und saß immer auf der falschen Seite der Spoiler.

Danach habe ich noch einige M10 Draft Side Events gespielt und konnte dort einen 12-1-2 Record erspielen. Die Spieler waren aber auch alle sehr schlecht, bis auf das eine Loss waren da kaum gute Leute dabei. Also, bis nächste Woche dann, wenn mein Bericht von der Deutschen Meisterschaft kommt.


Tops und Flops GP Barcelona

31. Mai 2009

Tja, der Grand Prix in Barcelona ist also gelaufen und ich habe besch***eiden abgeschnitten. Dafür noch ein bisschen Sightseeing und meine neue Uni ab Oktober angesehen. Ach ja, und Wellness in meinem Hotel genossen. Ein Bericht würde daher an dieser Stelle nicht viel bringen und daher gibt es aus meiner Sicht nur die Tops und Flops.

Tops Flops
– Wellness im Hotel
– Consti als bester Deutscher
– Barcelona (FCB ist Meister geworden, Ole, Ole)
– Der LSV wie er Swans of Bryn Argoll draußen hat und Seismis Assault spielt. Er hat zwar sechs Handkarten aber kein einziges Land darunter. Er schaut den Gegner fragend (der „Concedest Du?-Blick) an…und der Conceded. Den Blick will ich auch können.
– Hatte ich Barcelona schon erwähnt?
– Consti nicht Top 16 zu machen (17. Platz obv)
– Der teure Flug (das kommt davon, wenn man zwei Tage vorher bucht)
– Das 12-jährige Kind aus Runde drei, das mich direkt hergenommen hat. Er hat keine Handkarten und skillfull das zweite Everlasting Torment von oben, wo ich gerade Wall of Reverence und Rhox War Monk draussen hab. Länder hatte ich natürlich auch nicht genug. Aber ich will hier ja nicht zuviel weinen.
– Der Spanier aus Runde fünf: Er so: Putrid Leech, Llanowar Elves und Treetop Village draussen und fragt: „Attack Phase?“ ohne vorher was gemacht zu haben. Ich: „Ok“. Daraufhin er: „Ok, attack with Putrid Leech and Llanowar Elves!” Schaut mich kurz an, ich zucke mit den Schultern, dann er so: Activate Treetop Village und “Attack with that too”. Das habe ich dann natürlich unterbunden, was erst mal zu einer kleinen Diskussion („I know how the attack step works….“) geführt hat, aber dann hat er es doch gelassen. Da ich nur drei Mana hatte, war das eh unerheblich. Zweites Spiel war es dann aber noch besser: Er fragt: „Attack?“ Ich so: „Ok.“ Dann aktiviert er das Mutavault und tappt alles. Ich überlege, ob ich ihm alles tappen soll und teile ihm das mit, woraufhin er sein Land zum aktivieren des Mutavault enttappt und wartet. Ich sage ihm, dass er das Mutavault schon aktiviert hat und er tappt wieder alles zum Angriff. Dies führt zu einer neuerlichen Diskussion („I know how Cryptic Command works…“). Das Spielchen ‚ha, ich bin schneller, Du kannst nicht mehr reagieren‘, hieß doch irgendwie anders. Ich hab erst mal den Judge gerufen. Ein spanischer Judge stellt sich also links hinter mich, ein Anderer rechts und sie erklären ihm fünf Minuten lang, wie der Combat Step funktioniert (jedenfalls vermute ich das, da sie Spanisch gesprochen haben). Diese Spanier können unendlich schnell reden. Tja, auf einem Grand Prix sollte man dann schon wissen, wie der Combat Step funktioniert. Hatte ich erwähnt, dass ich auf vier Länder screwed war? Entschuldigung, wollt nur noch mal ein bisschen weinen. Dann also 3-2 mit zwei Byes.
– Der Gegner aus Runde acht: Er macht mich Jenara, Asura of War kaputt. Aber im ersten Spiel conceded er auf 75 Leben, da mein Ajani Vengeant genug Marken für das Ultimate hat. Und Out of Contention. Als Alternativplan Luxus Hotel genossen und mich auf den PTQ Dortmund gefreut.

Wer noch weitere lustige Anekdoten vom Grand Prix hat (nein, die Stelle an der Jonas den Mattes fragt, ob ich und der Kreuz verwandt sind, mein ich damit nicht 🙂 ….obwohl vielleicht doch, aber habe ich jetzt ja schon erwähnt) kann sie ja gerne in den Kommentaren noch erwähnen.


Road to Nationals: NQ Berlin am 16.05.09

19. Mai 2009

Nachdem ich nun aus Zeitgründen (14-16 stündige Arbeitstage) lange keinen Beitrag mehr verfassen konnte, gibt es dafür heute quasi brühwarm den National Qualifier Bericht aus Berlin (obv nur vom Samstag). Lange Rede, kurzer Sinn: Ich bin mit meinem gegen Aggro getuneten Lieblingsdeck Cruel Control angetreten, was ich schon seit einem dreiviertel Jahr auch ausgiebig auf Magic Online teste, und habe mit 6-1-1 Matches, bzw. 12-3 in Spielen, den vierten Platz von 99 belegt und mich somit für die Deutsche Meisterschaft qualifiziert und noch 10 Booster abgreifen. Das Mindestziel für diese Saison ist also erreicht. Jetzt fehlt nur noch ein GP Top 16 oder ein PTQ Gewinn (ja, der zweite Platz auf einem PTQ ist der erste Verlierer. Das bringt einem nichts, auch zweimal hintereinander nicht….).

Wobei mich dieses Abschneiden schon ein wenig überrascht hat. Meine Metagame Einschätzung war nämlich absolut richtig. Ich habe 7 mal gegen Aggro gespielt und nur einmal gegen Schwäne Kombo. Und gegen Aggro kann dieses Deck eigentlich nur verlieren, wenn es extrem sch…. zieht. Das ist wirklich so! Ihr könnt es gerne testen, wenn Ihr mir nicht glaubt. Dafür hat man größte Probleme gegen Feen. Wenn Ihr also nächstes Wochenende in Barcelona gegen mich spielt, dann sagt mir einfach zu Beginn des Matches, dass Ihr Feen spielt und ich werde Angst bekommen. Und das mit einem Sideboard welches eher schnell zusammengeschmissen als ausgetecht war (zumindest der Teil des Sideboards, der gegen Kontrolle ausgelegt war. Hab ich ja auch zum Glück nur einmal gebraucht). Das Maindeck hingegen ist fast optimal und ich würde nur noch einen Maelstrom Pulse mehr spielen, wenn ich ihn denn bis dahin getauscht kriege. Nun aber genug geredet, hier das Deck:

Deck: Cruel Control 2.1 Sideboard
3x Mulldrifter
3x Broken Ambitions
4x Cryptic Command
2x Cruel Ultimatum
2x Firespout
2x Volcanic Fallout
1x Pyroclasm
2x Maelstrom Archangel
1x Broodmate Dragon
2x Ajani Vengeant
1x Maelstrom Pulse
2x Wall of Reverence
4x Rhox War Monk
2x Path to Exile
3x Esper Charm
4x Reflecting Pool
2x Cascade Bluffs
2x Sunken Ruins
3x Mystic Gate
1x Flooded Grove
4x Vivid Creek
2x Vivid Crag
2x Vivid Meadow
2x Vivid Marsh
2x Exotic Orchard
2x Island
4x Guttural Response
3x Glen Elendra Archmage
3x Wydwen, the Biting Gale
2x Kitchen Finks
2x Wrath of God
1x Firespout

Zu den Änderungen, die ich nach diesem Turnier machen würde, komme ich nachher noch. Hier nur eine kurze Erklärung der Card Choices, insofern sie von den gängigen Listen abweichen:

Rhox War Monk: Überlebt alle Maindeck Removal und gibt Leben. Daher ist er wieder im Deck und keine Kitchen Finks. Oft das erste Removal Ziel des Gegners. Und auch gut gegen alle Mass Removal des gegnerischen Control Spielers, wie gegen den Schwäne Spieler sehr
aufgefallen ist.

Ajani Vengeant: Gibt Leben (sehr wichtig!) und stellt auch einzelne Manlands ab. Oder mal einen gegnerischen Plainswalker. Oder nimmt dem Gegner ein Land. Sehr gute Karte.

Path to Exile: Die Länder des Aggro Gegners sind mir sowas von egal. Und der Path to Exile removed eben auch Demigod of Revenge, mögliche Reveillark Ziele oder Persist Viecher für ein Mana. Daher das Removal der Wahl.

Maelstrom Archangel: Warum den noch niemand gespielt hat, weiß ich nicht. Der Mann ist der BESTE! Er hat 4 Cruel Ultimatum und einen Broodmate Dragon umsonst gespielt im Verlauf des Turniers. Man räumt mit seinem Removal oder Cryptic Command alle Blocker aus dem Weg und zwirbelt sein Cruel Ultimatum hinterher. Unendlich gut der Mann. Zwei sind allerdings wegen seiner Manaanforderungen genau die richtige Anzahl. Wenn man fünf Mana tappt, denkt der Gegner meist ‚aha, Mulldrifter‚ und ist dann geschockt, dass er sein Removal auf den Rhox War Monk verschwendet hat.

+=

Soviel zu dem ungewöhnlichem Maindeck, was aber gegen Aggro Decks alles macht. Gegen Kontrolle kann man auch gewinnen und boardet insgesamt 10 Karten. Also auch wieder alles gut. Wobei das Sideboard wie gesagt nicht ganz optimal ist. Die Wydwen, the Biting Gale würde ich zum Beispiel nicht mehr spielen, da sie gegen Plumeveil alt aussieht. Selbiges wird nicht gespielt, da es nicht angreifen kann und keine Leben gibt. Das sind die beiden Meilensteine, an denen sich jede gespielte Karte messen lassen muss.

So, nun aber zu den Spielen:

Runde 1 gegen Peter Schonherr mit 1756 Constructed Rating:

Er spielt WB Tokens. Im ersten Spiel bin ich noch nicht ganz wach und mache einige Fehler, an die ich mich aber nicht mehr genau erinnern kann. Ich spiele einfach unsauber und das wird mit diesem Deck sofort bestraft. Der Mulligan, den ich nehmen musste und der verlorene Würfelwurf trugen ihr Übriges dazu bei. Gesideboarded wird folgendermaßen: -3x Mulldrifter (zu klobig), -2x Path to Exile (auf was? Einen 1/1 Token? Großartig!), +2x Wrath of God, +2x Kitchen Finks, +1x Firespout. Diese fünf Karten werden in jedem Aggro Matchup hinein geboardet. Daher werde ich die plus Seite bei den kommenden Runden nicht mehr erwähnen. Welche Karten raus kommen, sage ich aber noch an. Das zweite Spiel also. Ich habe Rhox War Monk, Wall of Reverence und Counter. Mehr ist nicht passiert. Das dritte hingegen war sehr spannend. Er macht mit Ajani Goldmane und Glorious Anthem Unterstützung ganz viele dicke Tokens. Ich habe auf 7 Leben noch zwei Cryptic Command auf der Hand und sonst keine wirkliche Lösung parat. Ich ziehe aber direkt den Wrath of God von oben, ohne auch nur ein Cryptic Command spielen zu müssen. Danach spiele ich den Maelstrom Archangel, der sein erstes Cruel Ultimatum am Tag zwirbelt.

Matches: 1-0 / Games: 2-1

Runde 2 gegen Alexander Mättig mit 1833 Constructed Rating:

Er spielt Boat Brew. Er fängt wieder an und beginnt mit einem Doppel Mulligan. Das Spiel war dann auch nicht so schwer und ich gewinne auf 18 Leben. Nachdem der Maelstrom Archangel sein zweites Cruel Ultimatum zwirbelt. Raus gehen -3x Esper Charm, -2x Mulldrifter. Im zweiten Spiel nehme ich dafür den Doppel Mulligan, kann dann aber dritte Runde Kitchen Finks und vierte Rhox War Monk legen und auf 20 Leben relativ locker gewinnen. Hat mich auch erstaunt, das dieses Match nicht so wirklich schwer war, mit zwei Karten bei mir weniger.

Matches: 2-0 / Games: 4-1

Runde drei gegen Adrian Rosada mit 1800 Constructed Rating:

Er spielt WB Tokens. Verdammt, eigentlich wollte ich doch Kumpels umgehen. Nun das hat nicht geklappt. Wenigstens darf ich anfangen. In Spiel eins schafft er es, mich auf 10 Leben zu bringen. Dann bekomme ich die Situation unter Kontrolle und beende das Spiel auf 24 Leben. Maelstrom Archangel zwirbelt erst sein drittes Cruel Ultimatum und dann einen Broodmate Dragon. Geboardet wird wie Runde eins. Im zweiten Spiel hab ich doppel Wall of Reverence und Rhox War Monk. Er hat jedoch Ajani Goldmane und doppel Bitterblossom. Irgendwann wird die Token Armee zu groß und ich muss Wrathen. Danach brauche ich nur einen Volcanic Fallout spielen, der Ajani Goldmane und vier Token abräumt. Die Bitterblossom töten ihn danach.

Matches:3-0 / Games: 6-1

Runde vier gegen Sascha Schwartz mit 1800 Constructed Rating:

Er spielt Schwäne Kombo. Damit hätte ich nicht gerechnet. Ein Kontroll Deck mit Schwänen und ohne Ultimaten. Sein Problem ist nur, das sein Removal nicht auf meine Rhox War Monk ausgerichtet ist. Mit vier Toughness hat er so seine Probleme und er muss sie mit jeweils zwei Karten töten. Außerdem ist er auf 6 Mana screwed und muss einen Mulligan nehmen was im Kontrollmatchup extrem tödlich ist. Und ich gewinne den Würfelwurf. Geboardet habe ich: -3x Esper Charm, -2x Wall of Reverence, -2x Volcanic Fallout, -1x Pyroclasm, -2x Firespout, +4x Guttural Response, +3x Glen Elendra Archmage, +3x Wydwen, the Biting Gale. In Wahrheit sollte man die Esper Charm jedoch drinlassen und stattdessen eher so was wie Ajani Vengeant raus nehmen. Das zweite verläuft dann auch ähnlich wie das erste, nur das er nur fünf Mana hat und ich noch einen Glen Elendra Archmage. Ab und an bounce ich ihm noch die Swans of Bryn Argoll und beraube ihn so seiner Aktionmöglichkeiten. Vendilion Clique setzt mir ein bißchen zu, wird dann aber gehandled und beendet die Gegenwehr.

Matches: 4-0 / Games: 8-1

Runde fünf gegen Stephan Ihrke mit xyz (nicht gefunden) Constructed Rating:

Er spielt GB Rock. Das erste Spiel ist schnell erzählt. Er fängt an und ich halte eine Hand mir drei Filter Ländern. Ich ziehe zu spät ein Vivid Land nach und das Spiel endet einige Züge später mit vier Ländern auf meiner Seite. Geboardet werden -3x Esper Charm, -1x Pyroclasm, +2x Wrath of God, +2x Kitchen Finks. Das zweite Spiel wird durch einen Mind Shatter mit Guttural Response Back Up entschieden. Tja, passiert. Ein eigentliches gutes Match Up direkt verloren.

Matches: 4-1 / Games: 8-3

Runde sechs gegen Martin Müller mit 1811 Constructed Rating:

Er spielt MonoR. Nach verlorenem Würfelwurf bekomme ich erst mal eine Figure of Destiny vor die Nase gesetzt. Die macht auch schnell Druck und mit noch ein paar Ghitu Encampment und Kleinzeugs gehe ich auf 7 bevor ich seine Viecher abtragen kann. Ich sehe in der Broken Ambitions noch das Demonfire und spiele Cruel Ultimatum. Er greift wieder mit zwei Ghitu Encampment an und ich spiele einfach das nächste Cruel Ultimatum um das Demonfire loszuwerden. Ich bin auf 13 Leben. Er zieht und legt knallhart den Demigod of Revenge hin der mit seinem Bruder sogleich vorbei kommt und mich auf drei haut. Ich kann die Wall of Reverence legen und mit einem Cryptic Command erst mal eine Runde Luft holen. Dann lege ich Rhox War Monk und spiele Maelstrom Pulse um bei ihm aufzuräumen. Er zieht keinen vierten Demigod of Revenge (einer war schon mit Path to Exile entfernt worden) und verliert wenig später gegen meine Counterspells. Geboardet wird wie in Runde zwei. Im zweiten Spiel schaffe ich es wesentlich schneller die Kontrolle zu übernehmen. Ich beende das eher unspektakuläre Spiel auf 43 Leben.

Matches: 5-1 / Games: 10-3

Runde sieben gegen Alexander ??? (wenn ich doch nur meine eigene
Schrift lesen könnte…aber damit hatte der Judge beim Deck Check diese Runde ja auch so seine Probleme, hat aber anscheinend alles dechiffrieren können :-)) mit xyz Constructed Rating:

Er spielt MonoR Goblins. Hmm, auch damit hatte ich eher nicht gerechnet. Goblins so weit oben. Aber er sagte auch, dass er noch nicht so lange spielt und eigentlich eher zum Spaß hier ist…ach ja und seinen Zug in einer Stunde erwischen muss. Die Spiele gingen auch recht schnell, waren jedoch sehr unterhaltsam. Seine Lebenspunkte in Spiel 1: 20-15-5-0 Wie könnte das wohl geschehen sein? Richtig, der Maelstrom Archangel zwirbelt sein viertes Cruel Ultimatum mit dem Kommentar: „Was, das ist auch noch umsonst?“ Geboardet wird wieder wie in Runde zwei. Im zweiten Spiel muss ich einiges an Goblin Outlander und Vexing Shusher Beatings einstecken, bis bei ihm das Board gesäubert wird und ich die Kontrolle mit einem Broodmate Dragon erlange.

Matches: 6-1 / Games: 12-3

Runde acht gegen Malik Martin mit 1887 Constructed Rating:

Er spielt GB Rock. Einfach, ID: Willkommen auf der Deutschen Meisterschaft!

Juhu, nach zwei Jahren Abstinenz endlich wieder qualifiziert für die Deutsche Meisterschaft! Sauber! An alle, die noch Ihr Glück versuchen: Viel Erfolg und jetzt steht erst mal Barcelona auf dem Programm! Man sieht sich dort.


Grand Prix Hannover: Sonntag

20. März 2009

Tja, wie zu erfahren war, hat es für den Tag 2 des Grand Prix Hannover nicht ganz gereicht, dafür stand ein PTQ für Honululu an. Es fanden sich knapp 300 Spieler hierfür ein. Das bedeutete nette neun Runden Swiss und dann noch Top 8, also von 8 Uhr morgens bis 22 Uhr abends Magic spielen, nice! Das Deck kann man hier einsehen.

Und los geht es, diesmal aufgrund der Uhrzeit leider ohne Frühstück:

1. Runde:
Affinity
Das Horror Match-Up gleich zu Anfang. Naja, komm ich doch früh nach Hause, auch gut. Im ersten Spiel fängt er natürlich an und legt Chromatic Star gefolgt von einem Arcbound Ravager, ich suspende Ancestral Vision und lege Bitterblossom. Die stallen das Spiel solange, bis ich Vedalken Shackles lege. Von da an hat er keine Chance mehr und conceded recht bald darauf.
Im zweiten Spiel mach ich dritte Runde Vedalken Shackles gefolgt von doppel Sower of Temptation ohne, dass er viel Gegenwehr leistet. Das ging ja noch mal gut.

1-0-0 Matches / 2:0 Games

2. Runde:
Naya Deck Wins
Die zweite Runde beginnt gut mit einem Game Loss für meinen Gegner, da er nur 59 Karten registriert hat. Das zweite zeigt sein Deck dafür, was es kann und haut mich schnell um. Im dritten halte ich die Hand:


Keep?

Ich spekuliere darauf, dass sein Start nicht zu explosiv ist, so dass meine Ancestral Vision noch resolved und ich die Antworten für seine Threads ziehe. Da er einen Mulligan nimmt, Runde eins und zwei nichts legt und ich Watery Grave und Vendilion Clique nachziehe, gelingt dieses Unterfangen. Wenn auch nicht so klar, wie das jetzt hier klingt. Mit einem eins Drop auf seiner Seite hätte ich verloren, da er auch das Tarfire für die Clique hatte und sein Tarmogoyf in der dritten Runde daher ziemlich groß war.

2-0-0 Matches / 3:1 Games

3. Runde:
Affinity
Nicht schon wieder…Aber er kommt nicht so richtig in Fahrt. Ich habe gerade Vedalken Shackles gelegt und die Ancestral Vision mit einem Counter, sowie vier offene Mana und eine Handkarte. Er hat auch einige Länder und Mystic Enforcer liegen. Dann legt er Arcbound Ravager, ich lass ihn ins Spiel, da mein Mana Leak gegen seine 6 Mana nicht wirklich effektiv ist und ich in Reaktion auf den Modular Trigger immer noch den Mystic Enforcer übernehmen kann. Er hat noch eine Handkarte und opfert einige Artefakte in den Arcbound Ravager…und den Arcbound Ravager selbst! Mit Modular auf dem Stack will ich den Mystic Enforcer übernehmen, aber es kommt das Fatal Frenzy. Da war ich doch noch sehr froh über mein Mana Leak, das wäre nämlich der tödliche Schaden gewesen.
Das zweite Spiel ist Not gegen Elend. Er hält die ein Land Hand nach einem Mulligan und ich Island, Chrome Mox, Ancestral Vision, Mana Leak, Glen Elendra Archmage, Damnation, Damnation. Tja, und vielmehr passiert in den ersten fünf Runden dann auch nicht, er zieht irgendwann noch ein Land nach, ich counter ihm den Arcbound Ravager, zieh aber selber auch keine Länder nach. Die Ancestral Vision resolved und ich ziehe ein weiteres Land. Dann kommt aber sein explosiver Zug und er spielt in einem Zug Arcbound Ravager, 2x Frogmite, 2x Mystic Enforcer aus. Ich habe ein paar unrelevante Länder und einen Chrome Mox (mit imprint Damnation), sowie eine Umezawa’s Jitte auf dem Board. End of turn spiele ich noch die Spellstutter Sprite und hoffe auf das zweite schwarze Mana, um die 2. Damnation zu spielen. Da noch 13 weitere schwarze Quellen (hatte noch einen Chrome Mox gezogen, daher zählen die Bitterblossom auch dazu) im Deck waren, hatte ich also eine ca 30% Chance, eins zu ziehen. Da die Umezawa’s Jitte und ein Blocker aus meiner Hand mir noch Zeit für einen weiteren Draw erkauft hätten, waren das sogar 60% Chance die Damnation noch spielen zu können. Aber zum Glück hab ich gleich Sunken Ruins gezogen und damit auch 6 Mana auf dem Board um zu equippen, anzugreifen und zornig (aka Damnation) zu werden. 🙂 Das war dann auch das Spiel.
3-0-0 Matches / 5:1 Games

4. Runde:
Storm
Endlich mal wieder ein gutes Matchup, wenn ich einen schnellen Thread ins Spiel bringen kann. Dies gelingt mit first turn Bitterblossom ganz gut. Danach einfach alle Versucher abzugehen gecountert und auf zu Spiel zwei. Hier gewinnt er irgendwann mit 2x Pact of Negation und Remand den Counterwar und geht mit Mind’s Desire für 4 ab…aber fizzlet direkt mit Ländern und mehr Mana. Mit Mind’s Desire für vier zu gewinnen ist schon recht lucky und wird nachher auch noch entscheidend. Ich glaube, die Trickbind sind vielleicht doch besser.
4-0-0 Matches / 7:1 Games

5. Runde: Alexander Kreuz
Faeries (obv)
Das erste Spiel geht sehr lange, er zieht am Anfang super, ich in der Mitte des Spiels und er dann wieder gegen Ende. Hier haben wirklich einige wenige gute draws das gesamte Spiel entschieden, aber auch nur deshalb, weil wir beide sehr gut gespielt haben. Das zweite Spiel geht schnell, ich lege Bitterblossom und er conceded fünf Züge später. Im Dritten geht es ins Time Out. Hier leiste ich mir den ersten Schnitzer des Tages als ich Bitterblossom von oben ziehe und weiß, dass er keinen Counter hat. Ich leg es direkt auf das Board, schau noch mal genauer nach und sehe eine Umezawa’s Jitte bei mir liegen, die zusammen mit dem Mutavault hätte Counter kriegen können…aber auch die vom Kreuz gespielten Engineered Explosives für zwei. Doh! Am Ausgang hätte es nichts geändert, es hätte bloß meine Boardposition beim Time Out von ziemlich schlecht zu ziemlich gut verschoben. Frühstück wär was Tolles, um sich wieder konzentrieren zu können, habe ich mir an dieser Stelle gedacht, aber es ging direkt weiter mit der nächsten Runde.
4-0-1 Matches / 8:2 Games

6. Runde:
Naya Deck Wins
Ich schaffe es nicht unter 15 Karten eine Engineered Explosives zu finden, um seine drei Tarmogoyf abzurüsten, also schnell verloren. Im zweiten habe ich sein Figure of Destiny mit Vedalken Shackles übernommen. Er hat jedoch noch eine weitere Figure of Destiny. Meine ist 4/4, seine 2/2. Ich übernehme seine mit Sower of Temptation, dann kommt der Volcanic Fallout und ich übersehe, dass ich die 4/4 Figure of Destiny in Response zur 2/2 machen kann, um das Board komplett zu lehren und mit den Vedalken Shackles auf meinen 4 Leben (nach dem Volcanic Fallout ) und mit suspendeter Ancestral Vision ganz gut dazustehen. Zwei Handkarten, Mana Leak und Spell Snare, habe ich auch noch. Nach dem Volcanic Fallout spielt er noch eine weitere Figure of Destiny, die ich mit Mana Leak counter. In meinem Zug geht die Ancestral Vision auf einen Counter runter und ich greife an. Nachgezogen habe ich ein Land. Er Untapped und grillt mich ganz ungeniert mit Char . Ich kam mir auf 4 Leben mit einem Spell Snare auf der Hand so sicher vor und schaue etwas ungläubig. Aber so gings wenigstens schnell und ich konnte endlich die leckere Currywurst mit Pommes für 5 Euro snacken. 🙂
4-1-1 Matches / 8:4 Games

7. Runde:
White Faeries
Gestärkt geht alles besser und so ist mein Gegner zweimal auf Blau gescrewed und ich kann alle Spells durchbringen, wobei ich auch nicht zwei Plains im weißen Feendeck spielen würde.
5-1-1 Matches / 10:4 Games

8. Runde:
Doran Rock
Das erste Spiel wird durch Vedalken Shackles entschieden, da Doran doch recht leicht zu übernehmen ist. Da hilft auch seine Umezawa’s Jitte nichts, da ich vier Inseln im Spiel hatte. Im zweiten hat er wieder die Umezawa’s Jitte online, ich aber keine Vedalken Shackles, was dann doch recht unfair ist und mich recht schnell umbringt. Im Dritten halte ich eine weitere Todesmutige Hand:


Keep?

Doran Rock ist ein ziemlich langsames Deck, welches mit Bitterblossom große Probleme hat. Mir war klar, dass die Umezawa’s Jitte relativ wahrscheinlich discarded werden würde. Auch konnte ich die Bitterblossom so noch nicht spielen. Ich musste ein weiteres farbiges Mana ziehen. Das geschieht mit einer Wahrscheinlichkeit von 17/53, also 32%. Alternativ hätte ich zweite Runde auch erst noch das zweite Land meiner Hand und vielleicht die Umezawa’s Jitte legen können und dann mit 64% Wahrscheinlichkeit in der dritten Runde das erste Bitterblossom. Das erschien mir ausreichend und ich habe gehalten. Ich spiele also Sunken Ruins im ersten Zug, er Thoughtseize. Ich ziehe die Watery Grave und danach sogar noch die Academy Ruins nach und kann ihn mit Umezawa’s Jitte powered Faeries umhauen.
6-1-1 Matches / 12:5 Games

9. Runde: Theo Luy
Faeries
Na klar, mittlerweile war auch Theo 6-1-1 (von 1-1-1 aus) und wir wurden gegeneinander gepaired. Im ersten krieg ich dafür schnell die Bitterblossom online, die er nie weg bekommt. Hier hätte man auch ein wenig Zeit sparen können, da im Faeries Mirror Zeit ein sehr entscheidender Faktor ist und ein Unentschieden keinem was bringen würde, wobei wir beide insgesamt ziemlich schnell gespielt haben. Das Zweite geht dafür flott. Er schafft es zwei Ancestral Vision in der fünften und sechsten Runde durchzubringen und ich concede. Im dritten Spiel geht es hin und her. Am Ende ist die Boardposition recht ausgeglichen, ich habe jedoch mehr sinnvolle Handkarten und den besseren Opponent Score, weshalb er conceded. Danke an dieser Stelle nochmal.

Top8:
10. Runde: Storm
Das erste Spiel wusste ich nicht, was er spielt und halte folgende Hand:


Keep?

Für mich ein klarer Keep. Nach dem Steam Vents wusste ich auch noch nicht so recht, ob er Faeries oder Storm spielt. Die zweite Runde Lotus Bloom hat dann Klarheit geschafft. Meine weiteren Draws hingegen:


In genau dieser Reihenfolge.Merkt Ihr, was da fehlt? Richtig, eine Kreatur, der Kandidat hat Hundert Punkte…

Dann hat er sich endlich mal bequemt, dem Elend ein Ende zu machen und mich mit xy Mana dank den Storage Ländern umzuschießen. Da war ich doch etwas frustriert…Eine einzige Kreatur hätte gereicht, hier mit meinem Counter Backup zu gewinnen. Das zweite Spiel wiederum habe ich drei Glen Elendra Archmage, die erwartungsgemäß gewinnen. Das Dritte ist knapp. Ich habe irgendwann eine Glen Elendra Archmage mit Persist Counter und er spielt EOT Volcanic Fallout. Ich nehme den Glen Elendra Archmage wieder auf die Hand und habe noch eine Insel frei, da ich etwas auf Blau gescrewed war. War aber nicht weiter relevant, da ich eh nur noch ein Stifle auf der Hand hatte. In seinem Zug kommt Mind’s Desire für vier mit Pact of Negation Unterstützung. Tja, die oberste Karte ist nach shufflen Sins of the Past. Das war es, dann werd ich mein Glück eben nächstes Wochenende beim nächsten PTQ in Hannover versuchen! Bis dahin, good gaming!

P.S.: Ich weiß immer noch nicht, wer den PTQ gewonnen hat, aber es hieß anscheinend, dass der Martin Blisterfeld unter den besten zwei war. Gratulation dazu! (Warst wahrscheinlich auch ganz glücklich, gegen Storm und nicht gegen Feen spielen zu müssen :-))


Grand Prix Hannover: Samstag

16. März 2009

Tja, an diesem Wochenende war also der Grand Prix Hannover. An die einzelnen Runden vom Samstag habe ich leider nicht mehr soviel Erinnerung, da ich vergessen habe mir Notizen zu machen. Dafür ist der Sonntag etwas ausführlicher.

Das Deck ,das ich gespielt hab, wurde schon im Artikel Road to Hannover: Deckwahl erleutert. Soweit also nichts Neues.

Der Grand Prix startete dann auch pünktlich (ohne Preisgeld, aber das ist ein anderes Thema) mit einem Freilos und damit einem Frühstück bei der nahegelegenen Tankstelle.

In der zweiten Runde ging es gegen Jonas Rutz mit Pox. Die beiden Spiele waren recht eindeutig, er hatte allerdings auch mit Manaproblemen zu kämpfen. Das Match Up ist, denke ich, auch eher schlecht für den Pox Spieler. Genauere Aussagen kann ich da nicht treffen, weil ich nicht dagegen getestet habe.

2-0-0 Matches / 2:0 Games

Die dritte Runde hat mir gleich das erste Loss gegen Naya Deck Wins (NDW) eingebracht, gegen einen guten Ungarn (hab schon auf vorigen Grand Prixs gegen ihn gespielt). Da war nicht viel los, ohne viel Gegenwehr meinerseits prügelt er mich um, Ancestral Vision auf drei Länder mit einem viertem im Drawstep hat auch nicht wirklich geholfen 😦 Ich habe mir hier jedoch nichts vorzuwerfen, Spielfehler gab es keine meinerseits, manchmal geht es einfach schnell und schmerzhaft!

2-1-0 Matches / 2:2 Games

Dann vierte Runde gegen einen Kollegen aus Ulm, den Michael Gentner. Er spielt auch NDW und ich hab meine Felle, beziehungsweise Tag 2 schon davonschwimmen sehen. Auch hier ähnlich: Er fängt an (ich habe am Samstag keinen einzigen Würfelwurf gewonnen, durfte mir jedoch dreimal anhören, dass der Würfelwurf in diesem Match der Erste war, den meine jeweiligen Gegner gewonnen haben, danke auch) und ist im ersten zu schnell für mich. Das zweite bin ich schneller und kann ihn ebenso schnell umsäbeln. An die spielenentscheidende Situation im Dritten erinnere ich mich noch: er hat zwei Wild Nacatl draussen, zwei Handkarten, drei Länder und ist auf 11 Leben, ich habe Glen Elendra Archmage gerade ausgespielt, Vision mit einer Marke, drei Handkarten, neun Länder und bin auf 5 Leben. In seinem Draw flashe ich die Vendilion Clique ins Spiel, habe noch zwei Länder ungetappt und er spielt in Response auf den Cliquen Trigger Volcanic Fallout. Archmage kommt wieder, ich discarde seine letzte verbleibende Handkarte Seal of Fire, er hat also eine unbekannte Karte in der Hand und greift mit seinen beiden Nacatls an. Ich flashe eine Spellstutter Sprite ins Spiel und kann beide tot blocken, da sie wegen dem Fallout schon zwei Schaden bekommen haben, was wir beide ursprünglich übersehen hatten. Da hätte er mit dem Angriff wohl warten sollen, bis die Nacatl wieder frisch sind. So ziehe ich drei Extrakarten und kann das Spiel noch auf drei Leben gewinnen.

3-1-0 Matches / 4:3 Games

Nun gegen das Storm Deck von Christian Berkemeier. Im ersten Spiel habe ich alle seine Versuche, in die Kombo zu gehen, gecountert und irgendwann mit einer Clique gewonnen. Das zweite verlief auch nicht besser für Ihn. Nach dem Archmage gab er dann auf.

4-1-0 Matches / 6:3 Games

Die fünfte Runde war gegen einen Griechen. An sein Deck erinnere ich mich nicht mehr, ich glaube, es war Faeries. Der Judge wartete mit dem Eröffnen der Runde sehr lange, so dass im blauen Bracket alle Leute schon mindestens fünf Minuten an Ihren Tischen saßen und so mein Gegner von seinem Subways Besuch noch genau rechtzeitig zurück kommen konnte. Kaum saß er, wurde die Runde eröffnet. Pech gehabt. Das Spiel dauerte viel zu lange, das Erste gewann ich und für ein Drittes reichte die Zeit nicht. Also das Unentschieden und der Single Elimination Modus war aktiviert.

4-1-1 Matches / 7:4 Games

Nun ging es gegen Michael Heiduk mit Doran Rock. Im ersten resolved er schnell einen Dark Confidant, der ihm viele Extrakarten zieht und schließlich muss ich mich der Übermacht mehrerer Treetop Villages geschlagen geben, wobei er einmal auch sehr lucky genau die benötigte Karte von oben zieht. Im zweiten mach ich first turn Bitterblossom, dann Jitte. Dagegen kann er nichts mehr machen und wird irgendwann von Blossom Token überrannt. Das dritte Spiel ist wieder knapp. Er durfte anfangen, legt Noble Hierarch und gibt ab. Ich überlege eine ganze Weile, ob ich erste Runde Vision suspenden oder Mana für Spell Snare offen halten soll, da ein Dark Confidant ihm allein das Spiel gewinnen kann, da ich im Moment keine Lösung für Ihn hatte. Ich entscheide mich dann dafür, dass bei Ihm nur der Doran kommt und suspende die Vision. Es kommt wie es kommen muss: der Confidant. Er zieht ihm genügend Extrakarten , so dass ich das Spiel nicht mehr stabilisieren kann, zumal der Confidant mit Elspeth, Knight Errant für zu viel angegriffen hatte. Aber mein Opponent Score war noch gut genug. Bei nur etwas über 900 Spielern besteht nämlich noch die Möglichkeit mit 6-2-1 in Tag 2 zu sein. Also weiter gespielt.

4-2-1 Matches / 8:6 Games

Nächste Runde wartet ein etwas frustriert wirkender Tim Michels mit Storm auf mich. Es lief genau wie Runde fünf ab. Alles Relevante wird gecountert und irgendwann gewonnen.

5-2-1 Matches / 10:6 Games

Jetzt also das Spiel um Tag zwei. Hier entsteht eine Situation, in der ich es nicht schaffe, nach über einer halben Stunde für das erste Spiel den Kill zu sehen. Er spielt auch Faeries, hat Spellstutter Sprite, Vendilion Clique, 2x Mutavault, 1x Riptide Laboratory und xy unrelevante Länder (jedenfalls genug) auf dem Board und ist auf 5 Leben mit 0 Handkarten. Ich habe 2x Vedalken Shackles (eine untapped, eine mit geklautem Sower of Temptation), 1x Mutavault, 1x Riptide Laboratory, sechs weitere Länder, seinen Sower of Temptation, vier Faerie Rogue Tokens auf dem Board, eine Handkarte (Polluted Delta), bin auf einem Leben und ziehe: Umezawa’s Jitte (Vendilion Clique oder Spellstutter Sprite oder Cryptic Command, oder… hätten auch gereicht, für alle, die jetzt how lucky schreien). Wie schaffe ich es jetzt also meinen Gegner dazu zu bringen, mit egal welchem Draw zu verlieren? Zum Beispiel so: spiele Jitte, übernehme Clique, equippe Faerie Token, Angriff mit allem, er muss den Sower und das Mutavault blocken um nicht zu verlieren und die Jitte bekommt Marken => gg Auch wenn er sich die Clique beim übernehmen hochnimmt, bekommt die Jitte Marken und ich gewinne trotzdem. Ich hab es jedenfalls anders gemacht, da ich nicht mit dem zweiten Cryptic Command in seinem Deck gerechnet habe. Die Konzentration war einfach weg und ich habe so gespielt, dass ich ihn in meinem nächsten Zug sicher getötet hätte. Er zieht, spielt das Command und haut mich um. Das zweite Spiel schaffen wir bei sehr guter Boardposition für mich nicht fertig und das war der GP. Ärgerlich war insbesondere auch, dass mein Opponent Score mit einem Win in der letzten Runde gerreicht hätte, der Opponent Score meines Gegners jedoch nicht. Sehr unbefriedigend.

5-3-1 Matches / 10:7 Games

Das wars vom Grand Prix, morgen werde ich mich dann mal an einem ersten Draftwalkthrough auf Magic Online versuchen und gegen Ende der Arbeitswoche kommt der Bericht vom PTQ in Hannover, der etwas erfolgreicher verlief.